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Rush können sich neue Musik mit Anika Nilles vorstellen

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Eine der Sensationen des vergangenen Jahres war das Comeback von Rush. Die kanadischen Prog-Legenden haben sich dazu entschlossen, wieder auf die Live-Bühne zu gehen. Dafür haben Bassist Geddy Lee und Gitarrist Alex Lifeson die deutsche Schlagzeugerin Anika Nilles rekrutiert. Wie Lee nun in einem aktuellen Interview mit Music Radar ausplauderte, ist die Band nicht abgeneigt, sich gemeinsam mit der Drummerin an neue Kompositionen heranzuwagen.

Gute Aussichten

„Bevor wir uns daran machten, die Geschichte von Rush zu zelebrieren, war es meine Absicht, etwas Musik zusammenzustellen“, holt Geddy aus. „Dabei habe ich angenommen, dass ich das allein und nicht mit Alex machen würde. Doch als wir anfingen zu jammen, begann ich die Möglichkeit zu erkennen, etwas mit Alex zu machen. Doch das liegt alles auf Eis, weil es so viel Arbeit gibt. Es gibt so viel Arbeit für diese Tournee zu erledigen, dass man gar nicht darüber nachdenken will.

Aber wenn wir es hinkriegen, diese Tour zu überleben und nach Kanada zurückkehren und uns auszuruhen, wer weiß dann schon, was geschehen wird. Doch ich nehme an, dass letztlich etwas Musik dabei rauskommen wird. Es würde Spaß machen zu sehen, was Anika in einer kreativen Situation tun kann. Das würde Spaß machen. Aber das ist alles Spekulation, bis es keine mehr ist. Daher…“ 

Aufregende Zeiten

Rush haben Anfang Oktober 2025 ihre ersten Reunion-Termine für dieses Jahr bekanntgegeben, welche erwartungsgemäß unmittelbar ausverkauft waren. Anschließend verdoppelten Lee, Lifeson und Nilles aufgrund der anhaltend hohen Nachfrage die Länge der Konzertreise, nur um schließlich noch mehr Shows anzusetzen. Bislang sind lediglich Gastspiele in Nordamerika geplant. Ob es das Trio auch nach Europa verschlägt, bleibt abzuwarten.

„Um ehrlich zu sein, bin ich ein bisschen überwältigt“, gab der Rush-Tieftöner letzten Oktober im Gespräch mit CBC News zu Protokoll. „Alex und ich haben uns viel Zeit genommen, um herauszufinden, ob wir das tatsächlich jemals wieder machen können. Und als wir uns letztendlich dazu entschieden hatten, waren die Leute natürlich optimistisch, aber wir haben diese Art der überwältigenden Reaktion, die unsere Ankündigung bei unserer Fan-Gemeinde hervorgerufen hat, nicht erwartet. Es waren einfach ein paar bemerkenswerte Wochen, aber auch sehr aufregende.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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