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Scorpions: ANIMAL MAGNETISM wird 45

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Das siebte Albums der Scorpions feiert heute seinen 45. Geburtstag. ANIMAL MAGNETISM ist das Zuhause von Liedern wie ‘Make It Real’ oder ‘The Zoo’ und verdiente sich über die letzten Jahrzehnte zu Recht seinen Status als Kultwerk. 

Ein einflussreiches Scorpions-Werk

Die Hannoveraner nahmen die neun Lieder, aus denen ihr Werk besteht, teilweise in Köln und teils in Toronto auf. Mit dem Ergebnis knüpften sie direkt an den internationalen Erfolg an, den ihnen LOVE DRIVE (1979) eingebracht hatte. Sie schafften es auf Platz 12 der deutschen Album-Charts und erreichten 1991 den Platinstatus. Auch innerhalb der Musikerszene hatte ANIMAL MAGNETISM einen großen Einfluss. Megadeth-Frontmann Dave Mustaine erzählte: „‘The Zoo’ war die Erlaubnis, ein Metal-Typ zu sein und trotzdem Lieder mit Melodien zu schreiben.“ Dieses Lied, welches bis heute gerne den Weg auf die Bühne findet, wurde von einen Spaziergang durch New York inspiriert, den die Scorpions während einer US-Tournee unternahmen.

Kontroversen rund um das Cover

Obwohl ANIMAL MAGNETISM ein grundsätzlicher Erfolg war, war die zeitgenössische Rezeption gemischt. Grund hierfür war das kontroverse Cover, das eine kniende Frau und einen Hund zeigt, die beide zu einem Mann hinauf schauen, den man als Betrachter nur von hinten sieht. Mit den Jahrzehnten ist diese Darstellung zwar nicht weniger kritisch geworden, entwickelte sich jedoch trotzdem zu einem Kultbild und gern gesehenener Dekoration. Den Titel kann man in Kombination mit dem Bild sehr fragwürdig interpretieren. Er stammt aus den Tiefen des Hirns von Schlagzeuger Herman Rarebell, welcher 1996 aus der Band ausstieg.

Abwechslung wird geboten

Ein weiterer Grund für die zwiegespaltene öffentliche Meinung war, dass die Stimmung des Werks düsterer ist als die seiner Vorgänger. Besonders das titelgebende Lied ‘Animal Magnetism’ erinnert an Black Metal, auch wenn es viele Jahre vor den ersten nennenswerten Werken dieses Genres erschienen ist. Was man ANIMAL MAGNETISM nicht vorwerfen kann, ist Eintönigkeit. Im Kontrast zu vielen mitreißenden Riffs und einigen Doom-Elementen steht ‘Lady Starlight’, eine der ersten Scorpions-Balladen die den Weg auf ein Album geschafft hat.


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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