Six Feet Under, Nile , Finntroll, Belphegor Live Bericht

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Schon vor dem offiziellen Einlass windet sich eine lange Besucher-Schlange vor den Eingangstoren – heute wird es voll. Bei dem gebotenen Death Metal-Paket kein Wunder.

Von der hohen Menge an Hartkost-Fanatikern können auch Stigmatized profitieren und spielen souverän als Local Support auf. Die Mischung aus Death und Thrash kommt gut an und lässt die Vorfreude auf die nächsten Bands noch steigen.

Die österreichischen Buam von Belphegor geben danach eine Lehrstunde in angewandter Zerstörung. Ohne Kompromisse hauen sie ein Death Metal Schmankerl nach dem anderen in die immens heiße Menge. Langsam aber sicher fängt die Halle gewaltig an zu beben.

Da können die Trolle aus Finnland – Finntroll – mit ihrem Humpa-Black-Gemisch mehr als punkten. Die frenetisch grölenden Fans haben Bock zu feiern und tun dies auch. Vor allem da man morgen ausschlafen kann. So beflügelt und meist mit einem mundenden Gerstensaft bewaffnet, geht bei den Finnen die Polka ab.

Anschließend wird es erhaben. Nile betreten die Bühne und halten eine mythologische Zeremonie mit Kracher auf Kracher ab. Egal ob neues oder altes Material – die zahlreichen Fans geben richtig Gas. Die Spielfreude von Karl Sanders und seinen Mannen ist beinahe greifbar! Dieser Elan geht auf die Zuschauermassen über und motiviert zum Headbangen und ausgiebigen Moshen. Bis auf ein paar Wenige, die die komplexe aber messerscharfe Musik der Brutalo-Ägyptologen nicht verstehen, gehen alle mit. Großartig.

Bei Six Feet Under bricht dann endgültig die Hölle los. Chris Barnes, der mittlerweile wie ein verwilderter Eremit aussieht, hat anfangs noch Probleme mit seinem Mikro, schafft es aber mit gewohnter Routine ruhig zu bleiben und sein Ding durchzuziehen. So bekommt man altbekannte Groove-Bomben wie ‘Victims Of The Paranoid’, ‘Human Target’ oder das heute dominierende ‘The Day The Dead Walked’ eindrucksvoll und mit extrem hohen Pig-Squeels präsentiert. Aber auch die Songs neueren Datums wie ‘Deathklaat’ oder ‘As The Blade Turns’ werden jubelnd aufgenommen. Klar kann man bei Six Feet Under eine gewisse Monotonie nicht wegdiskutieren, aber darum geht es auch nicht, sondern alleinig um den Spaß. Und von dem gibt es heute eine Menge. Ein verdammtes Fest!

Setlists

Finntroll:
‚Intro‘
‚Sång‘
‚Korpens Saga‘
‚Slaget Vid Blodsälv‘
‚Nattfödd‘
‚Ormhäxan‘
‚Blodnatt‘
‚Nedgång‘
‚Trollhammaren‘
‚Trollblod‘

Nile:
‚Sacrifice Unto Sebek‘
‚Blessed Dead‘
‚Cast Down The Heretic‘
‚Ithyphallic‘
‚Eat Of The Dead‘
‚The Essential Salts‘
‚Annihilation Of The Wicked‘
‚Black Seeds Of Vengeance‘

Florian Krapp

Bilder der Bands findet ihr wie immer oben in der Bildergalerie!

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Cannibal Corpse: Corpsegrinder ist der bessere Sänger

Cannibal Corpse-Schlagzeuger Paul Mazurkiewicz äußerte sich kürzlich in einem Interview im Rahmen des Pod Scum-Podcasts bezüglich des einstigen Sängerwechsels. Darin begründete er, warum George „Corpsegrinder“ Fisher der deutlich besseren Mann für den Posten als Vorgänger Chris Barnes sei. Mit Veränderung nach vorne Paul merkte an, dass Corpsegrinder die Qualität von Cannibal Corpse merklich angehoben habe. Trotzdem sei der Austausch des Frontmanns keine einfache Entscheidung gewesen, wie er darlegt. „Es ist schwer, das [den Wechsel - Anm. d. A.] durchzuziehen“, kommentierte der Drummer. „Die frühe Ära, die Barnes-Ära, wie sie wohl alle nennen, ist der Anfang der Band; damit haben die Dinge für uns begonnen…
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