Toggle menu

Metal Hammer

Search

Suicide Silence haben die Schnauze voll davon in sicherem Gewässer zu schwimmen

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Die neuen Songs klingen wie eine Mischung aus Korn, Deftones und (neuen) Sepultura mit klassischen Suicide Silence-Elementen. Waren das eure Vorbilder?

Das trifft es sehr gut! Slipknot, Korn, GlassJaw, Alice In Chains, Sepultura, Deftones, Limp Bizkit, Suffocation, Dying Fetus, Cannibal Corpse, Mr. Bungle… Selbstverständlich scheinen Einflüsse durch, wenn man sich freimacht und spielt, was einem sein Herz sagt. Ich wollte es denen gleichtun, die von den ganz Großen beeinflusst wurden! Es war meine Absicht, der Musik zu dienen, wie es all meine Vorläufer getan haben. Sie dienten dem Moment, spendeten mir Inspiration, und ich werde ihnen auf ewig dankbar sein.

Seid ihr des Deathcore überdrüssig geworden?

Ich war es überdrüssig, in sicherem Gewässer zu schwimmen. Death Metal und Rock sind der neue Pop, der sie nie sein wollten. Death Metal war der Underground und nichts, wohin man mit seinen Kindern gegangen ist, kein Headliner auf Festivals! Ich habe immer nach Neuem gestrebt – wenn du daran Zweifel hast, check meine Karriere. Ich habe Dinge getan, die kein anderer in der Szene wagte. Ich habe dabei geholfen, den Deathcore-Sound loszutreten, glaub es oder nicht. Darum werde ich ihn immer lieben! Der Grund, aus dem Deathcore auf dem absteigenden Ast ist, sind Musiker, die glauben, es sei ein Witz. Sie wissen ihre Fans nicht zu schätzen! Sie sehnen sich nach Perfektion und fürchten den Wandel; das bringt uns um! Das ist ein Bärendienst, und wir sind hier, um der Welt zu zeigen, dass Deathcore kein altes Zirkuspferd ist.

Die Reaktionen eurer Fans auf den ersten Song ‘Doris’ waren gespalten zwischen Aufregung und totaler Ablehnung. Habt ihr damit gerechnet?

Ich weiß noch, wie ich Ross erzählte, dass ich mir wünsche, jeder würde mich hassen, nachdem er diese Platte gehört hat. Ehrlich gesagt bin ich froh, dass es nicht schlimmer ist und die Fans offen für Neues sind! Also: Ja, wir haben Ablehnung erwartet. Wir wussten, dass dieses Album in der Szene anecken würde, und es war uns egal. Wir hatten keine Angst vor dem Internet. Nur zu! All diese Hasskommentare klingen für mich wie quengelige Kinder. Leute hängen sich gerne am Hass auf, ich lese daraus Verunsicherung: Die Musik löst ihren Schmerz. Dann gehen sie, wie unser neuer Präsident, ins Netz und wollen Beachtung. Ich sehe euch. Ich liebe euch!

Vieles ist anders, gewisse Elemente blieben bestehen: Was, glaubst du, ist die Essenz von Suicide Silence, die euch immer begleiten wird?

Der Slam! Wir slammen härter als jeder andere. Wir verwandeln Dunkelheit und Bosheit in schmackhaften Groove wie keine zweite Band. Das ist derbe West Coast, und wir haben noch mehr davon! Aus diesem Grund schlagen Suicide Silence so hohe Wellen: Die Wall Of Sound trifft dich, ist unbestreitbar und zeitlos. Das steckt tief in unseren Herzen und wird uns immer begleiten. Unser vorhin beschriebener Schmerz formt sie; wann immer Wellen des Wahns dich treffen, bannen wir sie in Lieder.

Mehr über die Entwicklung von Suicide Silence lest ihr nur in der aktuellen März-Ausgabe des METAL HAMMER. Ihr bekommt METAL HAMMER 03 /2017 jetzt am Kiosk oder indem ihr das Heft per Mail bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

teilen
twittern
mailen
teilen
Galerie: Beast In Black + Turmion Kätilöt, Hamburg, Markthalle, 27.2.2019

Weiterlesen
Zur Startseite