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Tool-Album: „Wir können es nicht wieder 14 J. verschleppen.“

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Tool-Bassist Justin Chancellor hat kürzlich bereits zu Protokoll gegeben, dass die Progressive-Metaller künftig schneller Ernst machen wollen, was ein neues Album angeht. Seiner Argumentation zufolge seien die Musiker nicht mehr die Jüngsten. Daher müsse man neue kreative Wege finden und effizienter in Bezug auf Songwriting und Produktion sein.

Eile mit Weile

Seine beiden Bandkollegen Maynard James Keenan und Adam Jones stießen nun im Interview mit dem britischen Metal Hammer ins gleiche Horn. „Tool ist ein komplizierteres Monster mit vielen Egos und vielen anderen Dingen, die in unseren Leben am Laufen sind“, erörtert Sänger Keenan. „Aber all die Kreativität ist da. Die Lieder und Ideen können fließen, darauf folgen dann die Streitereien. Sobald wir die Streitereien hinter uns lassen, können wir Sachen gebacken kriegen. Ich glaube, wir könnten es effizienter machen. Und ich denke, jeder hier ist auf derselben Wellenlänge, dass wir da durch müssen. Denn wir können dies nicht weitere 14 Jahre verschleppen.“

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Darüber hinaus scheute Gitarrist Jones nicht davor zurück, anzufügen, dass Tool ihren künstlerischen Anspruch dabei nicht über Bord gehen lassen dürfen. „Die meisten Leute, von denen man in Bezug zu diesen Dingen etwas hört, fragen: Wann kommt euer nächstes Album? Und wenn man es dann fertiggestellt hat, sagen sie: Okay, wann kommt das nächste? Man kann die Leute nicht glücklich machen. Wir haben diese sehr egoistische Herangehensweise an Kunst. Es sind unsere Regeln. Wenn man anfängt zu versuchen, Leute glücklich zu machen, verliert man sich selbst. Dann verliert man dieses Brennen in einem, weswegen man überhaupt das macht, was man macht.“ Das klingt letztlich so, als wir zumindest ein paar weniger Jahre auf ein frisches Tool-Werk warten müssen.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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