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Trivium vs. Exodus: „Prinzip Tapetrading“ per Internet möglich?

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Wenn Bands über Musik im Internet sprechen, dann wird meistens vom Tod der Musik-Industrie und Diebstahl gesprochen. Anders jetzt bei Trivium, deren Sänger Matt Heafy mit genau entgegen gesetzten Worten Aufsehen erregt:

„Wir leben im Heute und es gibt das Internet, also kopiert unsere Alben, stellt sie ins Internet, stellt eure eigenen Trivium CDs zusammen und sendet sie an andere! Lasst uns das Tapetrading viral neu beleben.“

Es wirkt wie der klassische Bruch zwischen Tradition und Moderne, denn genau diese Wiederbelebung des Tapetradings sei nach Exodus-Gitarrist Gary Holt nicht möglich. Er erlebte das Tapetrading noch aktiv als Fan-Dienst mit – das sei nicht digital und über das Internet möglich.

Die beiden Thrash-Bands zeigen so die fundamentale Diskrepanz zwischen eher altmodischen Bands, die die „guten alten Zeiten“ irgendwie am Leben erhalten wollen und der Gegenseite. Diese argumentiert, dass der Status Quo nun mal gegeben sei, man damit arbeiten und ihn zu seinem Vorteil nutzen müsse.

Das sieht auch Autor Anders Rydell so, wie er in einem Interview im Fall des Filesharing-Services „Pirate Bay“ erklärte. Es werde sich durch Restriktionen wenig ändern lassen, bis letztlich Gesetze blieben, „die kaum eine andere reale Funktion besitzen, als die Leute einzuschüchtern.“

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