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Tunnelblick: Devin Townsend

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Egal ob im farbenfrohen Hawaiihemd oder schwarzem Rock – Devin Townsend machte am gestrigen Mittwoch, den 27. November, eine gute Figur bei der Show im Berliner Astra, die der Musiker mit seinem Devin Townsend Project spielte. Die Tournee passiert derzeit im Rahmen seiner aktuellen Album-Veröffentlichung EMPATH, die im März dieses Jahres erschien. Trotz heißer Showvorbereitung nahm sich Devin Townsend die Zeit ein paar Fragen für unsere Tunnelblick-Kategorie zu beantworten:

Was hat dich zur Musik und zum Metal gebracht?

Ich habe schon immer Musik gemacht, solang ich mich erinnern kann. Ich glaube, ich habe angefangen Klavier zu spielen, als ich um die acht Jahre alt war – vielleicht auch ein bisschen älter. Gitarre kam dann später im Alter von 12 Jahren hinzu. Außerdem singe ich schon immer; wollte aber nie ein Sänger sein.

Mir fiel es immer schwer, mich auszudrücken, als ich ein Kind war. Musik schien etwas zu sein, womit man einfach Emotionen zeigen kann. In der Erziehung, die ich genoss, wurde ich nicht sonderlich dazu angehalten, sehr emotional zu sein. Musik wurde also einfach zu dieser immensen Sache und von da an hat sich das einfach entwickelt. Und hier bin ich nun: 47 Jahre alt und ich mache das, seit ich 19 bin.

Was ist das beste Metal-Album aller Zeiten?

UNLEASHED IN THE EAST von Judas Priest – Es war das erste Album, was sich nach Magie anfühlte. Es war das erste mal, dass ich irgendetwas besonderes darin erkannte, was ich hören wollte. Die Atmosphäre und Stimmung der Platte ist einfach sehr ansprechend.

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Welche ist die dir persönich wichtigste Band?

Das änderte sich sehr mit den Jahren. Als ich sehr jung war, hörte ich Broadway-ähnliche Musicals. Ich liebte ‘Jesus Christ Superstar’, ‘Fiddler On The Roof’, ‘Cats’, ‘Phantom Of The Opera’ und all sowas. Ich mochte zudem orchestrale Musik, die Teile von Filmen untermalte, wie ‘Star Wars’, ‘Star Trek’ oder ‘Dark Christal’. Mit zehn Jahren hörte ich dann viel Popusik, wie Eurythmics. Und dann so mit 13 Jahren interessierte ich mich sehr für Heavy Metal und vor allem Judas Priest, Mötley Crüe, Iron Maiden, W.A.S.P. und Metallica.

Danach kam ich dann immer mehr zur New Age-Musik. Das wurde eine sehr große Sache für mich. Ich hörte viel King’s X und Def Leppard. Dann sind Jane’s Addiction hinzugekommen und haben mein Leben auseinandergerissenen. Ich habe diese Band so geliebt. Hierauf interessierte ich mich mehr für Industrial, wie Nine Inch Nails oder Ministry. Anschließend hörte ich dann viel Thrash, Death und Black Metal. The Young Gods wurden eine große Sache für mich sowie auch Old Lady Drivers. Jetzt höre ich viel Downtempo, elektronische Chillout Musik, würde ich sagen. Ich habe mit der Zeit viel verschiedenes gehört, aber hauptsächlich gab es für mich immer das Metal- und das New Age-Zeug.

Was war das Verrückteste, das du jemals gemacht hast?

Ich mache nicht wirklich verrückte Sachen (kurze Pause) Okay, ich nehme an, das tue ich schon. Ich habe die meiste Zeit meiner Zwanziger damit verbracht bewusstseinsverändernde Drogen zu nehmen. Das war auf der einen Seite sehr verrückt für mich, aber es hat mich auch zu einigen schlechten Lebensentscheidungen geführt. Aber ich feier nicht wirklich gerne. Ich mag keinen Spaß. (lacht)

Was war der größte Fehler, den du in deiner Karriere bisher begangen hast?

Da gibt es unendlich viele, wirklich unendlich! Ich weiß nicht, ob ich sie bereue, aber es gibt einfach endlos viele. Wenn ich jetzt einen Fehler mache, bin ich mir dessen so ziemlich sofort bewusst. In der Vergangenheit habe ich schon mal zwei oder drei Jahre gebraucht, um zu realisieren, dass ich einen Fehler gemacht habe.

Was war der Höhepunkt deiner Karriere bisher?

Da gibt es sehr viele. Immer noch da zu sein und die Möglichkeit zu haben, singen und spielen zu können und psychisch gesund zu sein. Das sind Highlights für mich, da bin ich so stolz drauf. Einige Sachen, die gerade mit der EMPATH Veröffentlichung kommen, sind das Größte, was ich je gemacht habe. Über solche Art von Events bin sehr erfreut und dankbar.

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Was sind die 5 wichtigsten Alben aller Zeiten – ohne spezielle Reihenfolge?

Jane’s Addiction NOTHING’S SHOCKING
King’s X GRETCHEN GOES TO NEBRASKA
The Young Gods ONLY HEAVEN
Old Lady Drivers FORMULAR
Rapoon DARKER BY LIGHT

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