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Devin Townsend über Netflix-Serie ‘Der Dunkle Kristall’

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Fantasy-Fans weltweit (darunter vielleicht auch Prog-Metaller Devin Townsend) feiern zurzeit heftigst eine neue Serie bei Netflix ab: ‘Der Dunkle Kristall: Ära des Widerstands’ ist das Prequel zum legendären Jim Henson-Film ‘Der Dunkle Kristall’ von 1982. In den bisherigen zehn Folgen der ersten Staffel finden die Gelflinge auf dem Planeten Thra heraus, dass die Geier-ähnlichen Skekse Gelflinge umbringen, um deren Essenz auszusaugen. Der bereits erwähnte Devin Townsend hat in einem aktuellen Interview mit dem britischen Metal Hammer über sein Faible für ‘Der Dunkle Kristall’ gesprochen.

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Zum ersten Mal sah Townsend den Streifen entweder am Starttag oder in der erste Kinowoche. Dann geht der Musiker darauf ein, wie sehr der Film ihn und sein Schaffen beeinflusst hat. „Ich kann gar nicht genug betonen, wie sehr mich der Film berührt hat. Ich war zu der Zeit wahrscheinlich acht Jahre alt, und die Gegenüberstellung von Gut und Böse war einfach echt fesselnd. Ich finde auch, dass die Kunstfertigkeit, die in diesen Film geflossen ist, von Seiten der Erfinder letztlich ziemlich egoistisch war. Das habe ich einfach geliebt. Die Idee, solche Ressourcen in eine einzelne und obskure Vision zu stecken, inspiriert mich bis zu diesem Tag.

Neugier versus Skepsis

Die Musik war ebenfalls enorm inspirierend. Melodisch hat Trevor Jones Sachen mit orchestraler Musik angestellt, die für mich zu der Zeit sehr neu waren. Die Spannungen und die Dunkelheit waren echt reizvoll. Ich habe die Ästhetik der Kostüme und die Farben des Sets auch geliebt. Auf einer gewissen Ebene hat mich die Romanze als jungen Buben ohne Zweifel ebenso angesprochen.“

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Kenner des Werks von Devin Townsend wissen sicher auch von seiner früheren Band Strapping Young Lad, deren Stück ‘Skeksis’ er nach den Bösewichten von ‘Der Dunkle Kristall’ benannt hat. Ob sich darüber hinaus weitere Film-Referenzen in andere Songs eingeschlichen haben? „Im Lied ‘Gato’ vom Album KI [des Devin Townsend Project] ist die Gitarrenmelodie direkt vom Hauptthema von ‘Der Dunkle Kristall’ entnommen.“ Alsdann drängt sich freilich die Frage auf, ob er sich die neue Netflix-Serie angucken wird. Hierzu meinte Townsend:

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„Wahrscheinlich schon, ja. Aber um ehrlich zu sein, war der Film so ein berührendes Erlebnis für mich als Kind, dass ich nun aufgrund der Abwesenheit von Jim Henson sicherlich skeptisch bin. Auch wenn ich nicht finde, dass die originalen Dialoge oder Stimmen die Zeiten überdauern, war ihre Wirkung auf mich unbestreitbar. Und so gebe ich zu, dass ich ein bisschen zögere. Allerdings hatte ich dasselbe Gefühl zur kürzlichen ‘Blade Runner’-Fortsetzung – und die war überraschend gut. Von daher…“

Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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