Warum fleischfrei? Christian Kruse will es nicht mehr erklären

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Wenn sich in meiner Gegenwart Leute über die Formel 1 unterhalten, dann halte ich die Fresse. Warum? Weil ich mich nicht dafür interessiere, keine Ahnung davon habe und deshalb auch keine Meinung, die ich jedem zu jeder Gelegenheit mitteilen muss. Ich muss mich aber auch nicht darüber aufregen oder lustig machen. Warum auch?

Kommt es aber dazu, dass Leute zum ersten Mal mitbekommen, dass ich mich vegan ernähre, gibt es oft für die nächsten Stunden kein anderes Gesprächsthema mehr. Angefangen bei komplett unverlangten Rechtfertigungen („Ich esse auch nur ganz selten Fleisch, eigentlich nur Geflügel“), gerne auch totaler Ignoranz („Was isst du denn dann überhaupt?“) bis hin zum Beweis überbordenden Wortwitzes („Du isst meinem Essen das Essen weg!“, ich schmeiß mich weg!!!) ist alles möglich.

Nur eines scheinbar nicht: ein Themawechsel. Ganz ehrlich, erwachsene Menschen sollten in der Lage sein, Informationen aufzunehmen, ohne sich gleich angegriffen zu fühlen oder ihren Senf dazugeben zu müssen. Mir ist nämlich wumpe, ob Max Mustermosh meine Ansichten teilt. Und ob er sich über seine Ernährung Gedanken macht oder nicht, ist ebenfalls komplett ihm überlassen.

Gesundheit, Blutwerte, Cholesterin, Krebsrisiko, Diabetesrisiko, Tierliebe, gefühlte 50 Lebensmittelskandale in den letzten 100 Tagen, CO2-Ausstoß oder Regenwaldabholzung für Nutzvieh: Es gibt genügend gute Gründe für mich, mein Leben so zu leben wie ich es für richtig halte. Muss ich das deshalb jedem auf die Nase binden? Nein. Habe ich das außerhalb dieses Saitenhiebs bisher getan? Nein. Ich habe nämlich auch nichts übrig für Leute, die ihr Lebensmodell für das einzig Wahre und Richtige erachten und deshalb ungefragt „Überzeugungsarbeit“ leisten.

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Kreator: Mille Petrozza bei Arte

Mille Petrozzas wichtigste Alben! Der Kreator-Sänger hat bei der ‘Arte Tracks Plattenkiste’ seine liebsten Alben vorgestellt. Diese reichen von persönlichen Vorlieben zu direkten musikalischen Vorbildern. So erzählt er von einem Exploited-Song als Warmup für Kreator-Sessions und der Dead Kennedys-Inspiration für das eigene kommende Album HATE ÜBER ALLES. Die Misfits-Platte WALK AMONG US nennt Mille in dem knapp 14 Minuten langen Video eine „Blaupause für wie man musikalisch direkt auf den Punkt kommt“. Bei Judas Priest geht er sogar noch weiter: „Das Album BRITISH STEEL sollte jeder, der irgendwie sich für Metal auch nur ansatzweise interessiert, schon haben“, so Mille. Das…
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