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Wintersun schießen gegen ihr Label – das reagiert (zum Glück) gelassen

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Acht Jahre vergingen zwischen dem ersten Wintersun-Album (2004) und seinem Nachfolger TIME I (2012). Die „andere Hälfte“ des zweiten Albums, TIME II, hätte ebenfalls längst erscheinen sollen, liegt aber in weiter Ferne. Unter Fans tragen die Wintersun-Alben längst den Spitznamen FINNISH DEMOCRACY – in Anlehung an das berüchtigte Guns N’ Roses-Album.

Nun meldet sich Wintersun-Frontmann Jari Mäenpää zu Wort und schiebt die Schuld an der Verspätung ziemlich direkt auf sein Label Nuclar Blast.

Nachdem Fans eine Crowdfunding-Kampange für TIME II starten wollten, erklärt Jari Mäenpää, dass Nuclear Blast sich dagegen stemmen würde. Nach Abgaben ans Label, sein Management und Steuern würde von dem von Fans gespendeten Geld ohnehin kaum etwas übrig bleiben.

>>> Hört TIME I von Wintersun jetzt bei Juke

In seinem langen Post erklärt der Wintersun-Sänger und Gitarrist weiter, dass er nicht in fremden Studios arbeiten könne und nicht die Mittel habe, um seine Vision von TIME II zu verwirklichen, obwohl er Material für fünf fantastische Alben habe. Dabei geht er soweit, die Schuld daran Nuclear Blast zuzuschieben, weil das Label sich weigert, ihm ein Studio zu bauen.

Den kompletten Post lest ihr auf der WIntersun-Facebook-Seite.

Man muss kein Experte im Musikbusiness sein, um zu erkennen, dass die Forderungen und Ansprüche, die Jari Mäenpää stellt, komplett überzogen und realitätsfern sind. Kein Label baut einem Musiker ein Studio, der in zehn Jahren zwei – wenn auch umjubelte – Alben abliefern konnte. Auch Plattenfirmen sind, trotz Liebe zur Musik,  Wirtschaftsunternehmen und können nur Geld ausgeben, das sie verdienen.

Glück für Wintersun, dass Nuclear Blast sehr diplomatisch reagiert: In einem Statement des Labels bedanken sich die Verantwortlichen für das Interesse der Fans, erklären aber auch, dass im Musikbusiness immer zwischen den Ansprüchen der Bands, dem Wunsch der Fans und den Zielen der Plattefirma abgewogen werden müsse. Dabei könne nicht alles in der Öffentlichkeit diskutiert werden, um Missverständisse und aufgeheizte Diskussionen zu vermeiden.

Dabei stellt das Label klar, dass sie an Wintersun festhalten wollen. Ein Glück, denn nach derlei überzogenen Forderungen und dem öffentlichen Seitenhieb gegen die Plattenfirma hätte das auch ganz anders kommen können. Und ob Jari Mäenpää ohne Label im Rücken besser arbeitet, wäre erst noch zu beweisen…

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