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Live vom Festival

With Full Force 2015: Der Sonntag

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Breitschultriger Metalcore und Obituary in Höchstform

Auch im Zelt liefern Any Given Day aus Gelsenkirchen eine starke Show, die das Zelt beben lässt. Eine riesige Wall Of Death bei dem Rihanna-Cover ‘Diamonds’, große Circlepits und sehr breitschultrig vorgetragener Metalcore mit Djent- und Deathcore-Anleihen machen aus der Zelt- eine Partystage. Ja, auch hier sind die Temperaturen trotz des Schattens und eines lauen Lüftchens schnell Sauna-ähnlich, das hindert aber niemanden hier daran, diese Show angemessen zu feiern!

Ähnlich stark, wenngleich deutlich mehr alte Schule: Zeitgleich zerlegen die Florida-Death Metal-Legenden Obituary die Hauptbühne und können Jung und Alt mit Songs wie ‘Slowly We Rot’ für ihren stilprägenden Achtziger-Sound begeistern. Die Band ist unheimlich gut aufgelegt und nach einer starken Show zeigen sie sich auch während der Autogrammstunde am METAL HAMMER-Stand als echte Sympathieträger und Stimmungsgaranten – Florida scheint eben einfach gute Laune zu erzeugen; und wer nach fast dreißig Jahren Death Metal immer noch so viel Spaß an der Sache hat, der hat definitiv den richtigen Beruf gewählt.

Mucki-Rock und starke Frauen

Haudegen wollen mit ihrem herzlichen Mucki-Rock nicht so recht ins Hardbowl-Programm passen. Doch auch zwischen Metal- und Hardcore machen die Ost-Berliner eine pfundige Figur. Neue Songs und Mitsing-Hits wie ‚Ein Mann, ein Wort’ sorgen für zünftige Stimmung im Zelt.

Die Melodic Death-Metaller von Arch Enemy, die im Anschluss die Mainstage betreten, mögen zwar  dank ihren andauernden Touren und Festivalauftritten reichlich Routine haben – anmerken lassen sie sich davon aber nichts; schon gar nicht beim heutigen With Full Force-Auftritt, bei dem sie mit Spielfreude und Feuer unterm Hintern gegen die Hitze des Nachmittags anspielen und für dichte Reihen vor der Bühne sorgen. Das Zusammenspiel von Alissa White-Gluz, Michael Amott, Sharlee D’Angelo und Neuzugang Jeff Loomis läuft wie ein Uhrwerk, die Funken springen direkt aufs Publikum über und Songs wie ‘War Eternal’ oder ‘Anthems Of Rebellion’ werden gnadenlos abgefeiert.

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