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Wolfsnächte: Powerwolf + Mystic Prophecy + Stormwarrior + Lonewolf

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Zunächst betreten allerdings die französischen Graupelze Lonewolf die Bühne, die inzwischen auch schon 20 Jahre auf dem haarigen Buckel haben. Mit soliden Metal-Salven heizen sie den ordentlich gefüllten Saal auf, wobei vor allem der letzte Song des Sets, ‘Made In Hell’ vom gleichnamigen 2008er Album, Laune macht und einige der anwesenden Kehlen zum Mitgrölen animiert.

Mit ordentlich Lokal-Bonus gehen anschließend die Hamburger Stormwarrior ins Rennen und dreschen Speed Metal mit Viking-Couleur in den Saal. Songs wie ‘Iron Gods’, ‘Ragnarök’ und ‘Heading Northe’ hallen von den Wänden, reißen aber vor allem stimmlich nicht gerade vom Hocker und verlieren sich nach ein paar Nummern ein wenig in Monotonie. Schlecht ist der Auftritt freilich nicht und findet mit einem Medley aus ‘Heavy Metal Fire’ und ‘Iron Prayers’ einen würdigen Abschluss.

Als deutlich abwechslungsreicher und mitreißender erweisen sich im Anschluss die deutschen Power-Metal-Spezis Mystic Prophecy, die dank der Stimme ihres Fronters Roberto Dimitri Liapakis ein ums andere Mal Maiden-Feeling verströmen und mit ‘Eyes Of The Devil’, ‘Die Now!’, ‘Hollow’, ‘Endless Fire’ und dem Titeltrack viele Songs vom aktuellen Longplayer RAVENLORD präsentieren. Liapakis hat die Meute gut im Griff, die Stimmung steigt Stück für Stück – passt. Jetzt ist der Saal bereit für den Powerwolf.

Weihrauchduft schwängert die Luft, während das Intro von BLOOD OF THE SAINTS aus den Boxen dröhnt. Alphatier Attila Dorn schwingt das Weihrauchfässchen, Orgel-Wolf Falk Maria Schlegel wiegelt die Meute auf (was er im weiteren Verlauf des Abends fast öfter tun wird, als sein Instrument zu bedienen), die Stimmung im Saal explodiert schließlich zu ‘Sanctified With Dynamite’. Ein furioser Auftakt von Powerwolf, bei dem allerdings auch deutlich wird, dass Dorn schon ein paar anstrengende Abende auf der „Wolfsnächte“-Tour hinter sich hat: Seine Stimme klang schon mal deutlich besser – wofür er sich allerdings schon vorm nächsten Song, ‘Prayer In The Dark’, entschuldigt. Aber selbst mit 50 Prozent Stimmband sind Powerwolf noch besser und mitreißender als 99 Prozent ihrer Kollegen – hier passt wie immer alles zusammen, ob nun bei neuen Krachern à la ‘We Drink Your Blood’ und ‘Dead Boys Don’t Cry’ oder alten Hits der Marke ‘Moscow After Dark’, ‘Saturday Satan’, ‘Lupus Die’ oder dem immer wieder spaßigen ‘Resurrection By Erection’. Powerwolf sind so stark wie immer – allerdings ist auch sonst alles genau so wie immer: Die (zweifellos lustigen) Ansagen und Anfeuerungen von Dorn haben den gleichen Wortlaut wie bei jedem Konzert (nachzuhören auf der METAL HAMMER-exklusiven Live-Scheibe ALIVE IN THE NIGHT) und somit für Powerwolf-Aficionados mittlerweile einen ziemlich langen Bart. Egal, die Show ist groß und entwickelt sich trotz Dorns Handicap zu einem furiosen Anderthalbstünder mit grandiosen Hymnen, viel Gepose seitens der Saiten-Wölfe und prächtiger Stimmung beim Publikum.  

Setlist Powerwolf:

Sanctified With Dynamite
Prayer In The Dark
Catholic In The Morning
We Drink Your Blood
All We Need Is Blood
Dead Boys Don’t Cry
Werewolves Of Armenia
Raise Your Fist, Evangelist
Moscow After Dark
Resurrection By Erection
Saturday Satan
Lupus Dei
—-
Satan’s Day
Kiss Of The Cobra King
In Blood We Trust

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