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Sinistra: Interview zum Thema Funeral Doom

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Metal Hammer: Was ist für Dich die Essenz des Funeral Doom?

Eisen: Dazu fällt mir nichts ein. Ich weiß nur, dass mir persönlich die Musik unter anderem hilft, in ausweglosen Situationen dennoch meinen Weg weiterzugehen. Das liegt wohl daran, dass Doom mit seiner extremen Langsamkeit sehr beständig ist. Catacombs trägt mich auch weiterhin unbeirrt durch emotionale Wüsten.

Metal Hammer: Aber gibt es denn strikte Regeln, wenn es um die Stilmittel geht?

Eisen: Die objektiven Elemente gehen natürlich Hand in Hand mit den Suggestionen, die man sich dazu bildet, oder die einem vermittelt werden. Also denkt man beispielsweise an Tod und Verderben, thematisch würde ich aber keinen Aufhänger festlegen, das wäre ziemlich anmaßend.

Extreme (akustische und strukturelle) Heavyness war schon immer ein Markenzeichen. Monontonie ebenfalls. Das hängt aber auch mit der Geschwindigkeit zusammen. Schneller abgespielt, wirken einige Bands viel kreativer als im Originaltempo. Aber es gibt auch Bands wie Ahab, bei denen man die Ideen quasi in Realtime hört. Die einzige Regel, die ich dem Funeral Doom guten Gewissens auferlegen würde, wäre in der Tat eine gewisse Geschwindigkeitsgrenze nicht zu überschreiten.

Und jetzt stell dir eine Autobahn vor, auf der ein Funeral Doom-Auto schneller fahren darf, als ein Black Metal-Auto. Uhh! Und bei Vergehen kommt die Szenepolizei.

Metal Hammer: Welche Bands hältst du für essenziell?

Eisen: Essentiell für die Entwicklung der Musik? Das ist in anderen Stilen besser zu beantworten, aber gerade beim Doom ist es toll, dass sich die Bands und Leute gar nicht so sehr über ihresgleichen erheben wollen. Ehe ich jetzt irgendwelche Bands aufzähle, möchte ich lieber daran erinnern, dass jeder irgendwie inspiriert wurde, man aber davon Abstand nehmen sollte, Stile einfach zu kopieren.

Metal Hammer: Okay, wie sieht’s aber mit Newcomern aus?

Eisen: Newcomer?! Da gibt’s nicht viele. Es wirkt meist so, als wären die ganzen Bands schon seit Urzeiten auf diesem Planeten und hätten noch mit den Dinosauriern gekämpft. Ahab sind auch keine Newcomer mehr, aber sie sind zumindest nicht so steinalt und ziemlich innovativ. Was ich noch empfehlen kann, ist Gnaw Their Tongues. Das ist Horror.

Metal Hammer: Was passiert im Moment bei Sinistra?

Eisen: Nothingness Records haben das Geschäft aufgegeben. Dort waren angedacht: Sinistra TOTENLAUT (neues Album) und Sinistra – s/t (debut als Re-release). Nun suche ich ein Label, das wenigstens das neue Album übernehmen kann, denn so langsam setzt es auch schon Schimmel an.

 

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Mikkey Dee: Der Schlagzeuger erlaubt sich keine Fehler

Der frühere Motörhead- und aktuelle Scorpions-Schlagzeuger Mikkey Dee gibt sich perfektionistisch. Er würde nämlich bei Spielen keine Fehler machen, wie er meint. Der Grund: Über Jahrzehnte hinweg hat Dee eine Routine aufgebaut, die ihn offenbar nie aus dem Konzept bringt. Keine Zeit für Patzer „Ich denke, ich bin bezüglich meines Schlagzeugspiels viel reifer geworden“, erklärte Dee im Interview mit ‘Percussion Discussion’. „Ich habe viel Routine, und meine fehlende körperliche Kraft kompensiere ich mit Übung und Erfahrung. Und ich vergleiche das häufig mit Eishockey. Mit zwanzig hatte man so viel körperliches Potenzial [...] Wenn man dann die älteren Spieler trifft, die…
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