Der frühere Motörhead– und aktuelle Scorpions-Schlagzeuger Mikkey Dee gibt sich perfektionistisch. Er würde nämlich bei Spielen keine Fehler machen, wie er meint. Der Grund: Über Jahrzehnte hinweg hat Dee eine Routine aufgebaut, die ihn offenbar nie aus dem Konzept bringt.
Keine Zeit für Patzer
„Ich denke, ich bin bezüglich meines Schlagzeugspiels viel reifer geworden“, erklärte Dee im Interview mit ‘Percussion Discussion’. „Ich habe viel Routine, und meine fehlende körperliche Kraft kompensiere ich mit Übung und Erfahrung. Und ich vergleiche das häufig mit Eishockey. Mit zwanzig hatte man so viel körperliches Potenzial […] Wenn man dann die älteren Spieler trifft, die alten Profis sozusagen, verbrauchen sie vielleicht 40 Prozent ihrer Energiereserven, weil sie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
Warum machen sie das? Weil sie die Routine haben und wissen, wo sie auf dem Eis stehen müssen. Genau wie ein Schlagzeuger. Ich weiß heute, wo ich mich zurücknehmen muss. Ich weiß, wo ich Gas geben kann, und fühle mich hinter dem Schlagzeug viel sicherer.“
Als Mikkey Dee vor rund zehn Jahren als Schlagzeuger zu den Scorpions stieß, sorgte seine perfektionistische Arbeitsmoral für Ungläubigkeit bei seinen Band-Kollegen. „Ich habe den Jungs von den Scorpions gesagt, als ich bei ihnen einstieg: ‚Ich mache keine Fehler.‘ Sie haben gelacht, und ich entgegnete, dass ich das wirklich ernst meinen würde. Doch sie sagten nur: ‚Ja, ja, Mikkey. Es ist okay. Es ist kein Problem. Jeder vermasselt es mal.‘
Doch ich nicht. Ich mache keinen Mist“, so der Musiker. „Ich mache meine Hausaufgaben und weiß, wenn ich hinter dem Schlagzeug sitze, dass ich nichts vermassele. Und das liegt an der Routine. Ich weiß einfach, wie ich mich vorbereiten kann. Ich mache meine Hausaufgaben richtig.“
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