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Converge + Integrity + Coliseum + The Plight Live Bericht

Converge + Integrity + Coliseum + The Plight A-Wien, Arena, 27.07.2008



Zur allgemeinen Überraschung findet die Converge-Show in der kleinen, ca. 300 Leute fassenden, Halle der Wiener Arena statt. Vor einem Jahr füllte das Bostoner Vierergespann noch mühelos die gegenüberliegende große Halle (ca. 1000 Leute).



Vor knapp 50 eher distanziert wirkenden Musikfeinschmeckern startetn The Plight mit ‘Clarendon‘ in ihr Set. Anfangs ist der Sound trotz Ohrstöpsel noch viel zu laut und undefinierbar. Erst ab Mitte des 25minütigen Sets kracht die metallische Punk ´N´Roll-Mixtur des Quintetts so richtig amtlich und die Halle füllt sich zunehmend.



Nach kurzem Changeover betreten Rauschebart Ryan Patterson & Co die Bühne. In der stickig- heißen Halle sind es gefühlte 50 Grad heiß und die Herren aus Kentucky tun ihr Übriges, um das Thermometer weiter nach oben klettern zu lassen. Superdreckig und mit fußballgroßen Eiern schütteln Coliseum rotzig-gemeine Hardcore/Punk-Knaller aus dem Ärmel und hinterlassen dabei einen sehr spontanen und souveränen Eindruck. Die Songauswahl besteht hauptsächlich aus Tracks des aktuellen Albums NO SALVATION.



Alle Türen der Location stehen bereits sperrangelweit offen, sodass die Hitze halbwegs erträglich ist und auch die Fans, die keine Tickets mehr bekommen haben, vor der Halle als Zaungäste beiwohnen dürfen. Intergrity beginnen ihren Auftritt mit ‘Blessed Majesty’, von welchem sie nahtlos in ‘Incarnate 365’ und ‘Rise’ übergehen. Bei allem Vorreiterstatus, den Integrity besitzen: die letzten 20 Jahre sind an der Band nicht spurlos vorüber gegangen. Zu routiniert, zu einfallslos, zu altbacken wirken die Herrschaften Dwid Van Hellion plus Anhang. Die verschwitzte Menge quittiert die meisten Songs mit höflichem Applaus – klar ist jedoch, dass jeder in Wahrheit nur noch auf den Headliner des Abends wartet.



Ungläubige Gesichter allerorts, als Converge mit dem Jahrhundertsong ‘Heartache’ die Bretter stürmen. Der Sound ist glasklar und druckvoll, gewohnt übermenschlich das hyperaktive Stageacting von Jacob Bannon. Dazu gesellt sich das punktgenaue Drumming von Ben Koller und eine Spielfreude, die ihresgleichen sucht. Ab der ersten Nummer herrscht in den vorderen Reihen Krieg.



Converge bieten einen Querschnitt aus ihrer Diskografie. Eine unglaublich intensive Version von ‘You Fail Me’, bei der die bereits völlig durchgeschwitzte Crowd Wort für Wort mitgröhlt, macht sogar dem letzten Zweifler klar, dass es sich hier um eine absolute Ausnahme-Band handelt. Nach kleinen technischen Problemen und einer improvisierten, bluesigen Jam-Session, wird mit ‘Plagues’ und ‘No Heroes’ das Finale eingeleitet. Zufriedene Gesichter , super sympathisch – ein toller Abend!





Bilder von allen Bands findet ihr oben in der Bildergalerie, alle Setlists weiter unten.





Text: Thomas „Tompte“ Panzenböck

Bilder: Pete Ionian





Setlist – The Plight:

Clarendon

Lynard

Shadow Boxer

Emo

It Only Gets Worse

Ghost Train

Ball And Chain

Sleazy

Pull The Trigger





Setlist – Coliseum:

Fate Of Men

Defeater

Glue Up And Drive

Skyline Fucker

Hostage of Privilege

White Religion

Interceptor

Set It Straight

No Benefit

Fall Of The Pigs





Setlist – Integrity:

Blessed Majesty

Incarnate 365

Rise

Judgement Day

Kingdom Of Heaven

Rebirth

Systems Overload

March Of The Damned

Vocal Test

Psywarfare

Those Who Fear Tomorrow





Setlist – Converge:

Heartache

Hellbound

First Light

Eagles Become Vultures

The Broken Vow

Drop Out

Hope Street

Bitter And Then Some

You Fail Me

Concubine

Last Light

Black Cloud

Thaw

My Great Devestator

To The Lions

Homewrecker

Plagues

No Heroes



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