- 01. Apr 2011
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Trigger The Bloodshed – Studiobericht zu THE GREAT DEPRESSION
Schon ein Jahr nach dem Debüt werfen die Senkrechtstarter Trigger The Bloodshed ihr Zweitwerk auf den Markt: THE GREAT DEPRESSION. Die Devise des neuen Materials: sinnvolle Weiterentwicklung. METAL HAMMER prüft vorab, ob die Briten das Zeug haben, sich im hart umkämpften Death Metal Sektor durchzusetzen.
Trigger The Bloodshed haben ein turbulentes Jahr hinter sich: Mit der Veröffentlichung des Debüts PURGATION im März 2008 lösten sie auf der britischen Insel ein musikalisches als auch mediales Erdbeben aus. Die hiesige Metal-Presse überschlug sich vor Begeisterung – zu Recht. PURGATION ist ein brutaler Bastard aus technisch angehauchtem Death Metal mit Grindcore-Einschlag. Was folgte, waren ein neuer Plattendeal und exzessive Touren: gestandene Szenegrößen wie Meshuggah, Dying Fetus und Cryptopsy packten die Newcomer in ihr Vorprogramm.
Nun gilt ist es zu beweisen, dass PURGATION kein Glückstreffer war. In Ipswich, im Rising Records Studio von Label-Chef Mark Daghorn, zimmerten Trigger The Bloodshed das neue Album THE GREAT DEPRESSION zurecht. „Besserer Sound, besseres Songwriting – wir glauben, dass wir in allen Belangen einen großen Schritt nach vorne gemacht haben. Wir sind mit der neuen Platte sehr, sehr glücklich“, freut sich Bassist Dave Purnell.
Tatsächlich hat die talentierte Truppe in der kurzen Zeit viel gelernt. Krankte der Vorgänger noch an mangelnder Abwechslung und verquerem Song-Aufbau, punktet THE GREAT DEPRESSION nun mit feinen Melodien, Groove und klaren Song-Strukturen. „Auf dem Debüt gab es nur eine Richtung: Vollgas durch die Wand. Mein Bruder Rob komponiert alle unsere Tracks, und er hat sich dieses Mal beim Songwriting viel mehr Zeit gelassen. Er ist ein Arbeitstier und bastelt ohne Unterbrechung an unserer Musik“, erklärt Dave die positive Entwicklung.
Wie schwierig es ist, sich musikalisch weiterzuentwickeln und dabei nicht die alten Fans zu vergraulen, hat die Rasselbande bereits erkannt. „Wir wollten mehr Melodie reinbringen, ohne kommerziell zu klingen“, so Dave. „Auf Grindcore-Elemente haben wir größtenteils verzichtet, THE GREAT DEPRESSION ist aber immer noch purer Death Metal.“
Bei dieser Gelegenheit kann sich Basser Dave Purnell eine Kritik am momentanen Deathcore-Hype nicht verkneifen. „Viele neue Bands machen ja mehr Hardcore als Death Metal, inszenieren sich jedoch als brutale Todesmetaller. Wir wollten diesem Trend entgegen steuern. Im Grunde habe ich aber nichts gegen Deathcore – er bringt viele neue Leute in die Szene.“
Neben der Frage nach der musikalischen Ausrichtung hatten Trigger The Bloodshed aber auch mit organisatorischen Problemen zu kämpfen. Schreihals Charlie Holmes verließ die Band im vergangenen Jahr. „Er wollte sich in eine andere Richtung entwickeln und ist jetzt in einer Hardcore-Band, so weit ich weiß“, erzählt Dave. „Mit Jonny Burgan haben wir aber schnell einen perfekten Nachfolger gefunden. Er schreibt wunderbare Lyrics und ist voller Leidenschaft für die Musik.“
Keine Frage, diese Kapelle hat Potential und mit THE GREAT DEPRESSION einen großen Trumpf im Ärmel. Vielleicht springt bei den diesjährigen UK Metal Hammer Awards ja mehr als eine Nominierung zum besten Newcomer-Act und ein Plausch mit Kerry King heraus.
Bilder der Band findet ihr oben in der Galerie, alle Songs einzeln besprochen auf der nächsten Seite.
Alois Lang
>>> Die Songs von THE GREAT DEPRESSION
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