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30 Jahre auf dem Hüpf-Thron: Super, Mario!

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Wo haben Sie Nintendos knubbeligen Superhelden kennengelernt? In einer Spielhalle im Urlaub? In der Frittenbude um die Ecke? Auf der Leinwand? Oder beim Konsolenspiel bei Freunden? Super Mario ist einfach überall. Und das schon seit mehr als 30 Jahren! Selbst Nichtspieler kennen Nintendos Pixel-Klempner. So verwundert es nicht, dass Super Mario bekannter ist als Zeichentrickhelden wie Micky Maus und Bugs Bunny. Dabei stand der Start unter keinem guten Vorzeichen, denn bei Nintendo liefen die Geschäfte zur Entstehungszeit des Helden schlecht. Ein kurzer Rückblick: Im Dezember 1979 brachte man einen Shooter namens „Radar Scope“ in die japanischen Spielhallen, dessen Spielablauf an den Ballerklassiker „Space Invader“ erinnert. Der Erfolg im Land der aufgehenden Sonne war immens, sodass Nintendo sich entschloss, eine beträchtliche Anzahl an Automaten für den US-Markt zu produzieren.

Aus der Not geboren

Dumm nur, dass sich der Bau der benötigten Automatengehäuse extrem verzögerte und man somit „Radar Scope“ erst im November 1980 in Nordamerika auslieferte. Da war aber der Hype um die Ballerei bereits verflogen und nur wenige Spielhallenbesitzer orderten den Automaten. Nintendo blieb auf einem Großteil der Kisten sitzen. Um ein finanzielles Desaster abzuwenden, benötigte man ein Spiel, das sich alternativ in den Gehäusen nutzen ließ – das war die Sternstunde des japanischen Spiele-Designers Shigeru Miyamoto. Er entwickelte mit „Donkey Kong“ nicht nur ein überaus erfolgreiches Jump ’n’ Run, sondern auch eine Spielfigur, die bald schon als Synonym für eine ganze Branche stehen sollte – Mario! 1981 hieß der Held allerdings noch Jumpman. Auch beruflich hatte er andere Aufgaben – Nintendo führte ihn als Zimmermann in die Spielewelt ein.

Marios Entstehung

Anfang der 80er-Jahre waren die technischen Möglichkeiten für Spieleentwickler vergleichsweise beschränkt. Spielfiguren ließen sich beispielsweise nur zweidimensional darstellen. Gerade mal 16×16 Bildpunkte standen Schöpfern zur Erschaffung von Helden zur Verfügung, dazu drei Farben: Rot, Gelb, Blau. Den charakteristischen Schnurrbart erhielt Mario, weil er sich besser darstellen ließ als ein Mund – der Schnauzer bildete die Begrenzung zur dicken Nase. Die bunte Kleidung lieferte einen guten Kontrast zum schwarzen Hintergrund und der Overall half bei der optischen Trennung von Armen und Körper – dadurch erkannte man unter anderem die Bewegung der Figur. Die Kappe wählte man, um die Haare nicht darstellen zu müssen, das wäre angesichts der groben Klötzchengrafik sehr viel schwieriger gewesen.

Computer Bild SpieleAls der heutige Nintendo-Entwicklungschef Shigeru Miyamoto 1981 die Spielfigur erschuf, erinnerte ihn der Pixelhaufen an einen Italiener. Bei der Namensfindung tat er sich aber schwer: Ursprünglich wollte Miyamoto seine Spielfigur Mr. Video nennen. Man entschied sich bei Nintendo aber dagegen und wählte den Namen Jumpman. 1982 sollte Nintendos damaliger Nordamerika-Chef Minoru Arakawa den Vermieter einer Nintendo-Lagerhalle in Seattle kennenlernen, einen gewissen Mario Segale. Und der erinnerte ihn so sehr an den pummeligen Pixelhelden, dass aus Jumpman schließlich Mario wurde. So besagen es jedenfalls Gerüchte …

Neuer Name, neuer Job

Erst ein Jahr nach seinem Auftritt im „Donkey Kong“-Spiel wird aus dem Zimmermann der Klempner Mario – den neuen Namen trägt er erstmals 1982 im Geschicklichkeitsspiel „Donkey Kong jr.“. Und das am 14. Juli 1983 veröffentlichte „Mario Bros.“ ist das erste Spiel, das Nintendo nach der Spielfigur benennt. Der Siegeszug des Helden beginnt.

Fleißiger Pixel-Pummel

Im Gegensatz zu den gleichförmigen Protagonisten dieser Tage ist Mario nicht das Produkt von Zielgruppenanalysen oder durchkonstruierter Marketing-Strategien. Vor allem die damaligen technischen Gegebenheiten führten zur Gestalt der Spielfigur – und seinen Namen erhielt er eher zufällig (wie das geschah, lesen Sie in der Galerie oben). In seiner Rolle erreichte Mario jedoch nicht nur als erster Videospiele-Held den Status einer Ikone, sondern ist bis heute auch mit Abstand der fleißigste Computerspiele-Charakter. In drei Jahrzehnten trat er in mehr als 160 Spielen auf und war dabei über 100 Mal namensgebender Protagonist. Spiele mit „Mario“-Spiele verkauften sich weltweit rund 295 Millionen Mal – beeindruckend. Die wichtigsten Stationen seiner Karriere hat die CBS-Redaktion für Sie zusammengestellt.

>>> Kugeln, Kohle, coole Sprüche: Die GTA-Historie

Quelle: Computer Bild Spiele. Mehr bei computerbild.de

Mehr Spiele findet ihr unter www.metal-hammer.de/games!

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