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METAL HAMMER: Michael, Helloween wurden wie METAL HAMMER 1984 gegründet, du kamst 1986 als 17-Jähriger dazu. Wie erinnerst du dich an deinen Einstieg?
Michael Kiske: Es war eine geniale Zeit! Ich bin froh, dass ich in den Siebzigern Kind und in den Achtzigern Teenager war. Im Vergleich zu heute waren wir verwöhnt: Egal, welche Musikrichtung – man wurde nur so zugeschmissen mit genialen Sachen. Ich wusste mit ungefähr neun, dass ich Musik machen will, etwa als Elvis gestorben ist. Es war immer in meinem Kopf, doch wie es so kommt, wenn man mit der Schule durch ist: Die Eltern schieben einen in Richtung Ausbildung, Musik nur als Hobby.
„Ich empfand damals alles als sehr aufregend.“
Über Bekannte fing ich an, als Gewächshausbauer zu arbeiten. Doch ich hatte nichts anderes im Kopf, und die Dinge ergaben sich wie von selbst: In Hamburg ging die Mär rum, dass es jemanden wie mich gibt. Bevor Weik (Michael Weikath, Gitarrist – Anm.d.A.) mich anrief, kam Markus (Großkopf, Bassist – Anm.d.A.) zu uns in den Proberaum und erzählte, dass sie einen Sänger suchen. WALLS OF JERICHO war nicht so mein Ding, ich stand auf Priest, Maiden und Queensrÿche. Der Fortgang der Geschichte ist bekannt.
Ich empfand damals alles als sehr aufregend. Als junger Mensch hat man diesen angeborenen Idealismus, den man braucht, um sein Leben auf die Reihe zu kriegen und seine Richtung zu finden. Meine erste größere Tournee absolvierte ich mit 18 oder 19. Plötzlich kommt man nach Amerika und lernt die Leute kennen, die man bewundert. Wenn man so jung ist, ist das gigantisch; heute beeindruckt mich das nicht mehr so sehr. Aber die erste Phase war schon toll – ich bin dankbar, dass ich das erleben durfte.Herzensangelegenheit
MH: 1987 folgte mit KEEPER OF THE SEVEN KEYS PART 1 euer Durchbruch, der euch fast schon nach oben katapultierte …
MK: Ja, und obwohl ich diese angeborene Überzeugtheit habe: Man bekommt ein Päckchen aus der Geistwelt mit ins Leben– mit allem, was man braucht, um hinzukriegen, was man sich vorgenommen hat. Wer Musik machen will, braucht ein gewisses Vertrauen, dass es klappen wird. Das hatte ich: Nach den KEEPER-Aufnahmen spielte ich die Kassette einem Freund vor und erklärte meine Pläne. Er meinte: „Ich wünsche es dir ja …“ Für mich hingegen war es klar – das war keine Arroganz, ich war überzeugt von dem Zeug.
„Bei uns war das Rumalbern ein Schutz.“
MH: In METAL HAMMER 04/1987 gab es den ersten Helloween-Titel. Zwei Hefte davor wurdet ihr als „Neue Helden aus Deutschland“ gelistet, dann folgte zusammen mit Gary Moore der Soundcheck-Sieg, danach die Titel-Story. Wie wichtig war es, in großen Rock-Medien als Titelhelden gefeiert zu werden?
MK: Es hat uns nicht unbedingt in dem beeinflusst, was wir taten. Wir waren ziemlich selbstbewusst. In Interviews haben wir damals immer alle durch den Kakao gezogen und veräppelt, wie in einer Schulklasse. Wir nahmen es nicht ernst. Die meisten Bands gehen daran kaputt, dass sie sich fressen lassen von diesem ganzen Erfolgsding. Man will erfolgreich sein und es ist wichtig, dass man etwas erreicht, doch das darf einen nicht in dem beeinflussen, was man macht – sonst verliert man dieses Ursprüngliche.
Lob von Bruce Dickinson
Auch geil: Ihr hattet einen Soundcheck, in dem andere Musiker Newcomer anhörten. Wir waren noch keine große Nummer, da spielten sie Bruce Dickinson ‘Future World’ vor. Er sagte: „Ich höre da einige Einflüsse, aber er macht seine eigene Sache daraus, finde ich geil.“ Ich habe mich riesig gefreut, dass da so Positives kam!
Was es mit dem nackten Michael Kiske auf dem METAL HAMMER-Titel auf sich hatte, was nach Kai Hansens Ausstieg bei Helloween geschah und was Kiske von seinem Ausstieg gelernt hat, lest ihr in der METAL HAMMER-Juliausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!
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