Toggle menu

Metal Hammer

Search
METAL HAMMER PODCAST Folge 1 mit Doro Pesch https://www.metal-hammer.de/wp-content/uploads/2020/11/27/09/mh-podcast-beitragsbanner.gif

AC/DCs unbekannter Sänger: Dave Evans

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Doch wer ist eigentlich dieser Dave Evans (*1953), der heute im Vergleich zu vielen anderen Ex-Mitgliedern von AC/DC ein eher unbekanntes Dasein fristet, obwohl er sogar Gründungsmitglied der Band ist? Anlässlich der Veröffentlichung seines Albums REVENGE in Zusammenarbeit mit John Nitzinger haben wir uns 2013 in unserer Rubrik „Schlussakkord“ mit dem sympathischen Australier unterhalten (das ganze Interview findet ihr in METAL HAMMER 06/2013). Lest selbst, was Evans damals zu sagen hatte:

Dave, du bist als „King of all badasses“ bekannt – warum?

Diesen Spitznamen gaben mir die Texaner, als ich nach meinem Umzug in die Nähe von Dallas sämtliche Bühnen mit meiner Hard Rock-Spielweise flutete. Ihnen gefiel meine direkte australische Art und meine kompromisslose „In die Fresse“-Musik. In Texas kennt man sich mit harten Kerlen aus – die wissen also, wovon sie reden…

Du arbeitest neben deiner musikalischen Karriere als Schauspieler beim Film und auf Theaterbühnen. Welchen Job bevorzugst du?

Ich liebe beides und bin glücklich darüber, über all die Jahre hinweg beide Tätigkeiten verfolgt haben zu können.

Die Metalwelt feiert in diesem Jahr (2013) das vierzigjährige Jubiläum von AC/DC. Bekommt die Band Glückwünsche von dir?

Da ich Teil dieser Geschichte bin, habe ich ehrlich gesagt selbst viele Glückwünsche erhalten. Kein Wunder, ich habe die Band schließlich mit begründet.

Was empfindest du heute beim Gedanken an die Erfolgsgeschichte von AD/DC?

Als Gründungsmitglied werde ich immer Teil der AC/DC-Geschichte und Urheber des Erfolgs sein. Unsere erste Single ‘Can I Sit Next To You, Girl?’ wurde damals als beste Single Australiens ausgezeichnet. Die Geschichte entwickelte sich dahingehend, dass nach Differenzen zwischen mir und den Young-Brüdern sowie dem Manager schließlich Bon Scott auf der Bühne stand. Sein Tod war für mich wie für die ganze Welt ein Schock, doch der Band gelang es, mit Brian Johnson an den Erfolg anzuknüpfen. Ich selbst blicke auf eine lange, ansehnliche Karriere zurück und durfte mit vielen großartigen Musikern arbeiten. Dafür bin ich extrem dankbar.

Stehst du heute in Kontakt zu AC/DC?

Einige ehemalige Mitglieder habe ich im Laufe der Zeit immer wieder getroffen. Ich mag ihre Gesellschaft und die Geschichten aus unserer Zeit in der Band. Eine gemeinsame Tour mit AC/DC wäre genial – ich bin mir sicher, die Fans sehen das genauso…

Fühlst du dich auf deine Rolle als AC/DC-Sänger reduziert?

Nein, eigentlich nicht. Natürlich ist meine Rolle in der Bandgeschichte wie die Rolle der anderen vier Gründungsmitglieder wichtig: Ohne uns würde es AC/DC nicht geben. Doch genauso bin ich mit meiner eigenen Musik, die ich produziert habe und produziere, in der Geschichte verankert. Übrigens sind meine Fans zwar nicht so zahlreich wie die AC/DC-Fans, aber ziemlich fanatisch: Sie lieben Badass-Rock und nennen sich sogar selbst Badass-Rocker.

Über Evans Chancen als neuer AC/DC-Sänger äußerte sich die Band selbst bisher nicht. Über sein Facebook-Profil gab Evans am 10. März 2016 bekannt, sich nach dem wahrscheinlichen Aus für Brian Johnson nicht aktiv um dessen Posten beworben zu haben: „Im Moment gehen Gerüchte um die Welt, ich hätte AC/DC meine Dienste angeboten, da Brian Johnson nicht mehr mit der Band auftreten kann. Das ist falsch und wurde von der Presse aufgeblasen. Ich wurde gefragt, ob ich im Falle einer Einladung mit der Band auftreten würde – natürlich sagte ich ja. Es wäre unhöflich, eine solche Einladung nicht anzunehmen. Das ist alles.“ (Originallaut der Meldung: „There are rumours going around the planet that I have offered my services to AC/DC as Brian Johnson is no longer able to perform with the band. This is false and a total beatup by the press. I was asked if I would perform with the band if invited and said of course as it would be rude not to accept such an invitation. That is all.“)

Spezial-Abo
teilen
twittern
mailen
teilen
Als AC/DC drohten Australien zu verlassen

Die Siebziger Jahre waren andere Zeiten. Auch wenn die sexuelle Befreiung in den Sechizgern mit der Hippie- und Peace-Bewegung bereits ihren Anfang genommen hatte, hatten die Moralapostel immer noch einiges zu sagen. So auch in Australien, wo AC/DC 1976 durch die Lande tourten - und dabei auf zum Teil heftigen Widerstand stießen. Grenzwertig Stein des Anstoßes waren das sexualisierte Gehabe und Auftreten der Band sowie die anzüglichen Themen in Songs wie ‘Dirty Deeds Done Dirt Cheap’ und ‘Ain't No Fun Waiting Around to Be a Millionaire’. Zum einen wurde Bon Scott, der Sänger jener Songtexte, von den weiblichen Fans als…
Weiterlesen
Zur Startseite

3 Monate METAL HAMMER nach Hause

Grafik Abo 3 Ausgaben für 9,95 €