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Amon Amarth: Interview mit Bassist Ted Lundström

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Kenner und Freunde von “Wickie und die starken Männer” wissen, dass Kinder im Fernsehprogramm früher noch was lernen konnten. Etwa, wenn es zum Schluss einer Sendung hieß “… und 27 Fässer Met flossen durch die Kehlen der Wikinger”. Amon Amarth Basser Ted Lundström hat offenbar gut aufgepasst und kippt sich vor dem Interview eine gewagte Mischung aus zwei Drittel Captain Morgan und einem Drittel Sprite hinter die Binde. “Das brauch ich jetzt mal zum Aufwärmen”, sagt er. Na dann kann’s ja losgehen.

Zunächst muss man Amon Amarth gratulieren – das letzte Album TWIGHLIGHT OF THE THUNDER GOD hat eingeschlagen wie eine Bombe und konnte weltweit hohe Chart-Notierungen verbuchen (Platz 6 in Deutschland, Platz 48 in den USA etc.). Ist das Werk bereits ein Klassiker? “Das ist eine gute Frage, weil uns im Prinzip schon der Vorgänger WITH ODEN ON OUR SIDE die Türen aufgestoßen hat, durch die wir jetzt gegangen sind. Aber ja, wir glauben schon, dass TWIGHLIGHT OF THE THUNDER GOD ein Klassiker ist, da einerseits die Songs stimmen und wir mit LG Petrow [Entombed], Roope Latvala [Children Of Bodom] und Apocalyptica zum ersten Mal Gastmusiker auf einem Album hatten.”

Der Erfolg ist jedenfalls beeindruckend, und man fragt sich, ob und wie viel das Wikinger-Image der Band dazu beigetragen hat. Immerhin hat Gitarrist Olavi einmal stolz posaunt, Amon Amarth wären darauf nicht angewiesen. Wenn dem so wäre, könnte Sänger Johann Hegg jederzeit Texte über die Schlümpfe schreiben. “Theoretisch ist das richtig, da wir simplen Melodic Death Metal spielen, der musikalisch gesehen rein gar nichts mit Wikingern zu tun hat. Mittlerweile ist diese Sache jedoch zu einer Art Selbstläufer geworden, und die Fans erwarten das von uns. Daher können und werden wir sie nicht enttäuschen.”

Zweifellos sind Amon Amarth damit zu Trendsettern geworden. Findet es die Band nicht lächerlich, wenn mittlerweile pickelige Teenager mit Oberarmen wie Oscar Dronjak schwerterbewaffnet durch den Wald rennen und glauben, sie wären Wikinger? “Nein, das finde ich cool und es schmeichelt uns auch. Natürlich sehen wir es mit gemischten Gefühlen, wenn diese Pagan-Szene immer größer wird, aber wie bei jedem Trend bleiben am Ende die guten Bands übrig.”

Ein anderes Thema ist die überbordende Live-Präsenz der Schweden. Es macht bereits der Witz die Runde, dass Amon Amarth mittlerweile an jeder Tankstelle Europas gespielt haben. “Hehe, der ist gut… Naja, man kann es im Endeffekt sowieso niemandem Recht machen. Wenn wir viel spielen, werden wir beschimpft, dass wir zu viel spielen, wenn wir wenig spielen jammern die Leute, dass wir zu wenig spielen. Aber keine Bange: Nach diesem Tour-Zyklus werden wir eh eine längere Pause einlegen, damit diejenigen mal Luft bekommen können, die uns zu oft gesehen haben, haha.”
Spricht’s und prostet noch einmal mit Captain Morgan an.

Flasche leer, Teddy voll.

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Interview mit Betraying The Martyrs

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