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Arch Enemy ernten Shitstorm nach Urheberrechtsverletzung

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[Update]Der Streit zwischen Fotograf J Salmeron und Arch Enemy fand ein unschönes Ende. Marta Gabriel, die Gründerin von Thunderball Clothing, die das Bild des Fotografen Salmeron zu kommerziellen Zwecken geteilt hatte, entschuldigte sich schriftlich bei diesem und spendete den vom Fotografen zuvor gewünschten Betrag von 100 € an die niederländische Krebsgesellschaft. 

Zwei Tage nach der Veröffentlichung der Entschuldigung, folgte eine weitere Bekanntgabe über die offizielle Bekleidungs-Webseite. Darin erklärte die Designerin, dass sie aufgrund des Rückschlags den Laden aufgibt:

Der Fotograf, J. Salmeron, akzeptierte meine Entschuldigung dafür, dass ich das Foto, das er gemacht hatte, ohne seine Erlaubnis geteilt hatte. Wie es sein Wunsch war, spendete ich den Betrag an die Wohltätigkeitsorganisation seiner Wahl (die Niederländische Krebsgesellschaft). Ich glaube, wir können sagen, dass dies den Streit zwischen uns beendet.

Da ich jedoch nicht in der Lage bin, mit der Menge an Hass und Bedrohungen umzugehen, die ich erhalten habe und auch weiterhin bekomme, habe ich beschlossen, das zu tun, was ich für das Beste in dieser Situation halte. Und zwar das als Thunderball Clothing bekannte Wesen zu beenden (es ist schwierig, hier das Wort ‘Unternehmen’ zu verwenden, da es vom ersten Tag an nur eine Person war – ich).

Ich entschuldige mich dafür, nicht stark genug zu sein und nicht der nächste Internet-Held zu sein, der sich immer wieder einfach sagt: ‘Hasser werden hassen’. Innerhalb der letzten 2 Tage erhielt ich buchstäblich Hunderte von Kommentaren und Mitteilungen, dass ich eine Hure, ein Nazi, ein Kommunist, eine wertlose Fotze sei und dass ich entweder schnell sterben oder mich selbst töten solle. Es gibt keinen Ärger in mir und ich entschuldige mich bei allen, die sich durch diese Situation verletzt oder verärgert fühlten. Auf jeden Fall gibt es keine Thunderball-Bekleidung mehr. Ihr habt gewonnen.

Im Anschluss gab auch Arch Enemy-Managerin und ehemalige Sängerin Angela Gossow ein erneutes Statement ab, in dem sie noch einmal die Dinge aus ihrer Sicht kommentierte.

Und auch Fotograf Salmeron äußerte sich zusammen mit Metal Blast, für die er das Foto geschossen hatte, final zu der Schließung von Thunderball Clothing. Sie teilten darin ihr Bedauern mit.


[Originalmeldung vom 28.12.2018]In Zeiten der sozialen Medien wandern Fotos in Windeseile durch’s Netz. Dabei geht es in Bezug auf Urheberrecht immer wieder ein bisschen wischi-waschi zu. Solange es aber bei einer nichtkommerziellen Verwendung bleibt, drücken Fotografen meist ein Auge zu. Wie das Management von Arch Enemy aber mit der Forderung eines Fotografen umging, nachdem dessen Bild dazu genutzt wurde, um die Aufmerksamkeit auf ein fremdes Produkt zu lenken, scheint ziemlich fragwürdig.

Perfekt in Szene gesetzt

Ein Konzertfoto von Frontfrau Alissa White-Gluz wurde eben nicht einfach nur von der Band und Fans geteilt, sondern auch von der Klamottenmarke, die das Outfit der Sängerin für den Abend stellte, um die Kreation mithilfe des passenden Schnappschusses perfekt in Szene zu setzen. J Salmeron – so der Name des niederländischen Ablichters – wollte dies nicht einfach so auf sich sitzen lassen.

In einer Mail schrieb der Fotograf, dass er von einer ordentlichen Auszahlung, wie er sie in solch einem Fall normalerweise beanstanden würde, absieht und fragte lediglich nach einer Spende von 100 Euro für die niederländische Krebsgesellschaft. Anschließend gab es keine Antwort der Kleidungsmacherin, sondern von Angela Gossow, der ehemaligen Arch Enemy-Sängerin und derzeitigen Managerin der Band.

Zukünftiges Fotoverbot

Demnach sei der Fotograf mit der öffentlichen Aufmerksamkeit genug bezahlt worden. Und als wäre diese Aussage nicht bereits dreist genug, gab es für Salmeron auch gleich ein Fotoverbot für alle kommenden Konzertveranstaltungen der Band.

Salmeron teilte den Vorfall und seinen Austauscht mit Band und Management anschließend sehr detailliert und mithilfe von Screenshots im Netz und entfachte bereits einen regelrechten Shitstorm unter sämlichen Posts der Band.

Alissa selbst äußerte sich ebenfalls in einem ausführlichen Facebook-Post zu der ganzen Sache. Darin versuchte sie klarzustellen, dass das Bild „lediglich“ geteilt wurde, das von ihr getragene Produkt gar nicht käuflich zu erwerben sei und es sich deswegen nicht um einen kommerziellen Zweck handele. Die geteilten Beiträge von Alissa und Kleidungssponsor wurden bereits gelöscht, der Bitte nach Zahlung – bzw. wie in diesem Fall gefordert der Spende – kommen Band und Management aber nicht nach.

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