Toggle menu

Metal Hammer

Search
Blackout Tuesday
Logo Daheim Dabei Konzerte




Backyard Babies + Bullet + Radio Dead Ones Konzert Bericht

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Vielleicht ist es Schuld der kürzlich beendeten Popkomm und ihrer zahlreichen Live-Veranstaltungen, dass der Berliner Columbia Club um kurz nach neun noch nicht aus allen Nähten platzt, sondern einem ein recht geräumiges Rumstehen zu den Klängen der Radio Dead Ones ermöglicht.

Die Berliner Band gibt sich trotzdem alle Mühe die partywilligen Anwesenden mit ihrem enegiegeladenen Strassenpunk aus der Reserve zu locken. Was im Graben vor der Bühne auch erste Früchte trägt. In Bühnengebärden und Optik sind Gitarrist Rik Oldman und Sänger Beverly Crime dem Backyard Babys Dregen/Nicke-Gespann dazu nicht unähnlich, was weiter in der Kategorie gute Einstimmung punktet.

Zwar könnten die Songs noch einen melodischeren Feinschliff vertragen, aber schließlich haben die Jungs gerade erst ihr selbstbetiteltes Debüt in die Läden gestellt – da geht also noch was. Mal schön im Auge behalten.

Doch jetzt stehen erst Mal Bullet auf dem Programm. Die schwedischen Nachwuchsmetaller haben es sich zur Aufgabe gemacht, den guten alten und wahren 80er Metal und Hard Rock ins neue Jahrtausend zu retten, wie man es bereits von ihren zwei gelungenen Alben HEADING FOR THE TOP und unlängst BITE THE BULLET kennt.

Was die Kollegen aber live zustande bringen ist schlichtweg fantastisch. Visuell wie einem DeLorean mit Flying V-Kompensator entsprungen, zelebrieren Bullet mit Nietenarmbändern, Röhrenjeans und weißen Hi Tops den Sound von Accept, Krokus und Judas Priest mit einer Energie und Hingabe, die nicht von dieser Welt stammt.

Hier findet sich gar noch ein Schuss Chuck Berry im Heavy Metal und ist die Stimme neben der Twin Gitarre noch treibende Kraft. Das zahlenmäßig gewachsene Publikum dankt es mit entsprechender Gegenbegeisterung, hier und da formieren sich Arme zum Zeichen des Hammers und selbst beim Maiden-mäßigen „Ohoho“-Part stimmt das Gros der Halle mit ein.

Einzig ein paar verirrte Emo-Mädels und Proto-Punks schauen bei diesem Mosh-Spektakel etwas verwirrt. Nach einer guten halben Stunde verlassen Bullet die Bühne, um sich dann mit dem programmatischen ‘Bang Your Head’ vom Debütalbum als Zugabe endgültig zu verabschieden, während die wieder aufkommenden Fußballchöre langsam in der Halle verhallen.


teilen
twittern
mailen
teilen
Heavy Metal: Historie und Wandlungen

Dass in der Presse und den Medien ausschließlich negativ über Heavy Metal berichtet wurde, ist schon seit längerer Zeit vorbei. Nicht zuletzt dank unter anderem Wacken, ‘Nothing Else Matters’ oder dem Auftritt von Lordi beim ESC. Unsere Szene ist langsam, aber sicher in den Mainstream spaziert. Das fiese Wörtchen "gesellschaftsfähig" trifft mittlerweile auch auf Heavy Metal und die Fans zu. In den letzten Tagen befassten sich gleich mehrere Medienplattformen mit der "Teufelsmusik". Bei Deutsche Welle ist ein Artikel über die Entwicklung des Metal zu lesen, der ein im Grunde erschreckendes, aber wahres Fazit in sich birgt. "Was noch vor wenigen…
Weiterlesen
Zur Startseite