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Ann Wilson (Heart): Krebserfahrung war „kein schwarzes Loch“

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Ann Wilson musste sich zuletzt mit einer Krebserkrankung herumschlagen. In einem neuen Interview mit Jesse Thorn hat die Heart-Ikone nun ausführlich darüber geplaudert. Konkret wollte der Moderator wissen, ob die 75-Jährige neben den Sorgen um „die üblichen Krebs-Begleiterscheinungen“ vornehmlich Angst hatte, „die körperlichen Fähigkeiten zu verlieren, die es ihr ermöglichen“ zu singen und auf der Bühne zu stehen.

Wegweisender Optimismus

Dies bejahte Ann Wilson: „Ja, natürlich. Ich habe mir tatsächlich mehr Sorgen um meine körperliche Verfassung auf der Bühne gemacht als um alles andere. Das ist eigentlich nicht seltsam, denn ich mache das schon mein ganzes Leben lang. Daher war meine größte Sorge: ‚Oh Gott, werde ich noch singen können?‘ Ja, darüber habe ich mir definitiv Gedanken gemacht. Aber während dieses ganzen Prozesses hatte ich diese unerschütterliche Überzeugung: ‚Okay, ich werde tun, was nötig ist, ich werde das überstehen, und hoffentlich wird alles gut. Ich glaube, das wird es.‘ Ich hatte also diesen Optimismus, der – wenn ich jetzt darauf zurückblicke – wahrscheinlich ein sehr wichtiges Hilfsmittel war, um nicht in tiefe Depressionen zu verfallen.“

Weiter erzählte Ann Wilson: „Ich kenne viele Menschen, die diese Krebsdiagnose erhalten und in tiefe Verzweiflung stürzen; sie haben Angst zu sterben und machen sich Gedanken darüber, wie die Chemotherapie und die Bestrahlung ablaufen werden – all diese Behandlungen, eben. Und natürlich sind diese Dinge wirklich hart – sie sind extrem belastend, setzen dem Körper stark zu, und die Erholung davon dauert lange. Eigentlich ist die Genesung nach dem Krebs schwerer als die Krankheit selbst. Aber ich weiß auch nicht. Ich will nicht behaupten, dass es mich nicht tief berührt hätte – denn das hat es, wirklich –, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, in ein schwarzes Loch zu fallen.“

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2024 hatte Ann Wilson die Öffentlichkeit über ihre Krebserkrankung informiert und den Fans mitgeteilt, dass sie sich „einer Operation unterzogen hat, um etwas entfernen zu lassen, was sich als bösartig herausstellte“. Damals rieten ihr die Ärzte, sich „einer vorbeugende Chemotherapie“ zu unterziehen sowie eine Live-Pause einzulegen. Daher sahen sich Ann und ihre Schwester Nancy Wilson gezwungen die „Royal Flush“-Tour von Heart zu verschieben.


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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