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Behemoth: Nergal muss THE SHIT OV GOD immer noch erklären

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THE SHIT OV GOD ist schon seit Mai auf dem Markt, und doch wird BehemothBoss Adam „Nergal“ Darski noch immer auf die Titelwahl der Platte angesprochen. Auch wenn dieser auf den ersten Blick stupide wirkt, steckt dahinter viel mehr. Bereits im Interview mit METAL HAMMER meinte Darski seinerzeit dazu: „Manche Leute schaffen es nicht, ihr Hirn arbeiten zu lassen, zwischen den Zeilen zu lesen und den intellektuellen Hintergrund eines Behemoth-Albums zu verstehen: Ich zeige jenen den Mittelfinger, die sich nicht anstrengen und bei ihrer eingeschränkten Sichtweise bleiben.“

Mehr als der äußere Schein

Nun wurde Nergal vom australischen Magazin Heavy gefragt, ob es für ihn „einfacher oder schwieriger“ werde, jedes Mal, wenn er ein neues Album aufnimmt, etwas Frisches und Lebendiges zu schaffen. „Natürlich wird es immer anspruchsvoller und herausfordernder. Aber wer sind wir schon, das zu beurteilen?“ Bands wie Metallica oder Judas Priest hätten es dahingehend noch viel schwerer, was wiederum inspirierend sei, wie Nergal hinzufügt. „Ich sehe zu diesen Bands auf und denke: ‘Weißt du was? Die können es immer noch. Wenn die es können, kann ich es auch.’ Aber es ist nicht einfach. Ganz im Gegenteil. Deshalb muss ich mich manchmal komplett neu ausrichten.“

Ähnlich sei er auch bei der Entstehung von THE SHIT OV GOD verfahren. Zum Ergebnis meint der Musiker: „Manche Leute verstehen es, manche nicht. Als ich unserem neuesten Album diesen Titel gab, meinten manche: ,Äh, Nergal, das kannst du besser.‘ Nein, das kann ich nicht. Das ist das Beste, was ich euch bieten kann. Und wenn ihr euch nicht näher damit befassen wollt, dann wisst, dass es nicht nur ein simpler Slogan oder so ist, sondern viel mehr als nur ein provokanter Titel.“  Man müsse sich schon mit der Musik und den Texten befassen, um zu verstehen, was Behemoth damit ausdrücken wollen, merkt Darski an.

Er habe seine Arbeit getan. „Jetzt liegt es an euch. Ich weiß, es ist ein anspruchsvoller Titel und eine anspruchsvolle Platte, und es ist kein satanisches Geplapper. Das gab es nie. Es ist ein sehr forderndes Album mit einem Titel, bei dem man vielleicht denkt: ,Oh, mit denen stimmt was nicht. Die haben sich nichts Komplexes und Philosophisches ausgedacht.‘ Aber es ist philosophischer, als ihr denkt.“ Nergals Ziel sei ohnehin nicht, dass die Leute das Album mögen, sondern alle „komplett zu verwirren. Und das ist mir gelungen.“


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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