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Berlin: Konzertkasse meldet Insolvenz an, Clubs in Gefahr

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Schon am 11. Februar meldete das Amtsgericht Charlottenburg in Berlin ein vorläufiges Insolvenzverfahren für die berühmte Konzertkasse KoKa36 an. Clubs wie das legendäre SO36, Lido oder Astra Kulturhaus werden von dem Verfahren in finanzielle Mitleidenschaft gezogen. Das SO36 bittet nun mit einem Spendenaufruf um Hilfe.

Finanzieller Rückschlag

In einem Instagram-Post des Clubs heißt es: „Am 11.2. hat die uns seit vielen Jahren eng verbundene Konzertkasse KoKa36 unerwartet Insolvenz angemeldet. Nach dem überraschenden Tod des Inhabers, der die Berliner Club-Landschaft seit Jahrzehnten unterstützt hatte, gab es leider keine Zukunft mehr für diese Institution.“

Durch die Insolvenz verliert das SO36 laut eigenen Angaben €40.000 aus Ticket-Vorverkäufen, weswegen die Berliner Institution jetzt um Spenden bittet. Der Club bestätigt außerdem: „Die Konzerte finden natürlich trotzdem statt. Die Künstler:innen werden bezahlt. Verträge gelten – auch wenn es uns finanziell weh tut.“ Sie beschwichtigen: „PS: Keine Sorge, dieses mal geht es nicht um unsere blanke Existenz!“

Investition

Die Spenden kommen unter anderem einer Klimaanlage zugute, die das SO36 vor diesem finanziellen Rückschlag installieren wollte. „Damit es endlich nicht mehr von der Decke tropft“, wie es in dem Post heißt. Außerdem: „Damit Technik und Crew auch bei 35 Grad Außentemperatur arbeitsfähig bleiben. Damit ihr auch bei brütender Hitze Konzerte & Partys genießen könnt – im kühlen SO36.“

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Der Club sei immer mehr gewesen als ein Veranstaltungsort: „Es ist ein Ort der Solidarität, der Kultur und der Gemeinschaft. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass es so bleibt. Bitte checkt auch bei euren anderen Lieblingsläden, ob sie in dieser Situation Hilfe brauchen!“ 

Weitere Betroffene

Außer dem SO36 sind noch einige weitere Veranstaltungsorte von der Insolvenz der Konzertkasse betroffen, darunter Festsaal Kreuzberg, Bi Nuu, Lido und Astra, wie sie auf Instagram teilen. In ihrem Statement schreiben sie: „Ob die von KoKa36 vereinnahmten Ticket-Einnahmen jemals an die Konzertveranstalter ausgezahlt werden, ist derzeit unklar.“

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Sie erklären: „Das bedroht viele Live-Clubs (z.B. Astra Kulturhaus, Bi Nuu, Festsaal Kreuzberg, Lido und viele mehr) sowie unabhängige Konzertveranstalter und damit einen wichtigen Teil unserer Kulturlandschaft und Kultur Institutionen. Denn wir stehen weiterhin in der Verantwortung gegenüber Bands, Techniker:innen, Securitys und vielen weiteren Beteiligten.“ In ihrem Post laden sie am 26.2. zu einem Treffen für Betroffene in das Bi Nuu am Schlesischen Tor ein.

Seit 1991 etablierte sich KoKa36 in Kreuzberg als unabhängiger und Szene-naher Ansprechpartner für Konzertkarten jedes Genres und wehrte sich bis zuletzt gegen Giganten wie Eventim und Ticketmaster. Im Oktober verstarb Gründer Christian Raschke überraschend. Die Zukunft von KoKa36 ist nun ungewiss.


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