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Billy Talent-Interview zum neuen Album DEAD SILENCE

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Muteten die Alternative-Ausflüge auf III für manchen Begeisterten der frühen Stunde befremdlich und für unbefangene Hörer befreit an, sahen sich die Kanadier für ihr letztes Album doch im Kreuzfeuer der Fan-Kritik. „Die Erfahrung, mit Brendan zu arbeiten, war echt toll, und wir haben einiges von ihm gelernt. Wir waren mit dem Album auch sehr zufrieden, aber viele unserer Fans haben uns später gesagt, dass sie denken, es würde nicht wirklich nach uns klingen“, gesteht Ian. „Deshalb wollten wir die Dinge wieder selbst in die Hand nehmen und frisch von vorne anfangen. Ich habe auch den Eindruck, dass DEAD SILENCE eher wie eine Fortführung von dem klingt, womit wir bei II aufgehört haben.“

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Dass sich Billy Talent mit DEAD SILENCE nun irgendwo zwischen der Rock-Oper AMERICAN IDIOT und der emotional feinfedrigen Comic-Konzeptkunst von My Chemical Romance einordnen, ist gar nicht mehr so weit hergeholt. „Auf eine abgefahrene Weise haben wir sogar fast das Gefühl, dass dieses Album inhaltlich ein gewisses Konzept verfolgt. Viele der Songs drehen sich um das, was sozial und politisch momentan auf der Welt passiert. Es beginnt alles mit ‘ Viking Death March’, einem Song, der sich textlich mit den Occupy-Protesten beschäftigt. Der Rest der Platte folgt thematisch ein wenig dieser Vorgabe und Vorlage. Es geht um das Lebensgefühl unserer Generation in der heutigen Zeit“, erklärt Ian.

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Während die Albumarbeiten künstlerisch selbstkontrolliert verliefen, überschattete ein ziemlich einschneidendes Ereignis um den MS-kranken Schlagzeuger Aaron Solowoniuk den Tatendrang von Billy Talent. „Wir haben in Vancouver das Schlagzeug eingespielt, und als ich Aaron aufnahm, hatte ich noch überhaupt keine Ahnung davon, dass er mittlerweile ein Herzleiden hat. Er hatte diesbezüglich nie etwas erwähnt. Als wir dann mit den Drum-Aufnahmen fertig waren, verriet er uns, dass er bald operiert werden müsse. Er wusste das schon seit ein paar Monaten“, erzählt Ian reumütig. „Das hat mir echt ein schlechtes Gewissen bereitet – im Studio hatte ich ihn nämlich ständig angestachelt, dass er bitte härter zuhauen soll. Im Januar hatte er dann seine OP und bekam eine neue Herzklappe eingesetzt. Wir sind total glücklich, dass das alles so gut für ihn verlaufen ist. Er hat inzwischen sogar noch mehr Energie als vorher.“ Damit ist DEAD SILENCE für Billy Talent gleich in mehrfacher Hinsicht der Anfang einer neuen, nach vorne gehenden Zählweise.


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