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Black Pussy: Bandname sorgt für Shitstorm

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Die Psychedelic Stoner von Black Pussy aus Portland im US-Bundesstaat Orgeon mussten sich seit ihrer Gründung bereits mehrfach für ihren Bandnamen rechtfertigen, der von manchen als rassistisch betrachtet wird.

Mittlerweile sind Black Pussy sogar das Ziel einer Change.org-Kampagne geworden, die bereits über 1150 Unterstützer hat. Sprecherin und Mit-Initiatorin der Unterschriftenaktion ist Leila Hofstein, Koordinatorin des Black Chapters von Portlands PFLAG (Parents, Families And Friends Of Lesbians And Gays). In der Begründung der Kampagne heißt es:

In ihrer EIGENEN Label-Bio gibt die Band an, ihren Namen gewählt zu haben, weil er ‘mit Sex aufgeladen, 70er beeinflusst, ‘Versteck deine Tochter, weil wir in die Stadt kommen’-Rock’n’Roll-Band-mäßig ist, der klingt, als habe Tarantino ein Thin Lizzy-Video in der Low Desert gedreht.’ Misogynie und Rassismus sind weder Spaß noch sexy. Gegenüber schwarzen Frauen respektlos zu sein und ihr Bild auszunutzen ist widerlich und ganz sicher nicht sexy.“

Dabei verweisen Black Pussy bereits auf ihrer Facebook-Seite darauf, dass die Band „keine Form von Sexismus, Rassismus, Ageismus, Gewalt oder irgendeine andere Idiotie unterstützt“ und beruft sich darauf darauf, dass ihr Name vom Rolling Stones-Hit ‘Brown Sugar’ inspiriert sei, bei dem es sich um einen Anti-Sklaverei-Song handele.

Die Kampagnenmacher interpretieren den Song-Text aber offensichtlich anders: „Der Song, auf den sie sich beziehen, ist NICHT antirassistisch oder gegen Vergewaltigung, wie sie behaupten. ,Mick Jagger erzählte dem Rolling Stone 1995: Ich würde diesen Song heute nicht mehr schreiben. Ich würde mich vermutlich zensieren.’“

Außerdem ziele ‘Brown Sugar’, das ursprünglich ‘Black Pussy’ heißen sollte, textlich „unmissverständlich auf das Vergewaltigen schwarzer Frauen während der Sklaverei”. Das deuten die Initiatoren scheinbar dahingehend, dass Black Pussy damit ihre Verachtung für bzw. sogar die Unterstützung von Unterdrückung und Gewalt gegen schwarze Frauen Ausdruck verleihen wollen.

Dass man eine Geschichte, dazu noch eine fiktive, aus verschiedenen Perspektiven und von unterschiedlichen Protagonisten erzählen lassen kann, ohne mit dem Inhalt übereinzustimmen, wollen die Black Pussy-Gegner offensichtlich nicht gelten lassen.

Mittlerweile hat sich die Band mit einem Statement an metalsucks gerichtet, nachdem ein Auftritt der Band am 25. März 2015 in North Carolina aufgrund von Drohungen gegen alle Beteiligten abgesagt wurde:

„Black Pussy unterstützen und respektieren jede Meinung in der wachsenden Diskussion um ihren Namen und heißen Fans jeder Rasse, jeden Geschlechts, Glaubensbekenntnisses, sexueller Orientierung und Liebhaber von Rauschmitteln willkommen, sich der Party anzuschließen. Da das gesagt ist, müssen wir mit tiefem Bedauern bekanntgeben, dass wir, wegen ernsthaften Androhungen von Gewalt und Vandalismus gegen den Veranstalter, die Angestellten und den Veranstaltungsort The Pour House in North Carolina, unsere Show am 25. März aus Respekt für den Veranstalter und wegen Sicherheitsbedenken abgesagt haben.

Wir leben in einem Land, in dem der absolute Imperativ gilt, dass jede Stimme gehört und jeder darin bestärkt wird, nicht nur für sich zu sprechen, sondern auch gegen das zu protestieren, was er für falsch hält. Gerade deshalb ist es SEHR wichtig, die ernsthafte Ironie einer Situation wahrzunehmen, in der sich jene, die gegen nichts weiter als den umstrittenen Namen einer Band protestieren, die wiederum nie für etwas anderes stand, als eine positive Einstellung und Liebe, die gleichen Leute sind, die nun Menschen physisches Leid und materiellen Schaden androhen. Die Band nimmt das sehr ernst. Passt auf euch auf und geht sicher, nichts als Liebe zu verbreiten.“

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