Das Alter macht vor niemandem Halt. Das merkt auch Black Sabbath-Drummer Bill Ward. Am 5. Mai feierte Ward seinen 78. Geburtstag und schrieb in einem Statement auf Instagram: „Ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass ich diesen Tag erleben würde.“ Oft genug habe er das Gefühl gehabt, über „mehrere Leben“ und „stille Schutzengel“ zu verfügen.
Wehmut & Wahrheit
In einem neuerlichen Post zeigt sich die Schlagzeuglegende in einem Rollstuhl sitzend. Dazu schreibt Bill Ward: „Liebe Freunde, Fans, Familien und Menschen, die ich noch nicht kennengelernt habe: Ich gebe heute – mit einer gewissen Wehmut, aber dennoch wahrheitsgemäß – bekannt, dass ich an einen Punkt gelangt bin, an dem ich in der Öffentlichkeit zunehmend auf einen Rollstuhl angewiesen bin.“
Ward gibt jedoch Entwarnung und erklärt: „Ich kann nach wie vor gehen – daran besteht kein Zweifel –, aber ich schaffe keine großen Strecken, ohne mich ausruhen zu müssen. Das heißt, ich muss mich hinsetzen. Wir haben vor etwa 18 Monaten damit begonnen, den Rollstuhl zu nutzen, hauptsächlich an Flughäfen.“
Zeit seines Lebens sei er gerne lange Strecken gewandert – „in vielen verschiedenen Teilen der Welt“. Dies sei nun nicht mehr möglich. Aber: „Ich bin nach wie vor Schlagzeuger. Dafür, dass ich 78 bin, kann ich immer noch ziemlich gut spielen. Meine Begabung und mein Ehrgeiz sowie mein unbändiges Bedürfnis, künstlerisch tätig zu sein und Schlagzeug zu spielen, sind heute noch genauso stark wie vor all den Jahren.“
Nur Äußerlichkeiten
Schließlich stellt Ward unmissverständlich klar: „Wenn ihr mich im Rollstuhl seht, dann lasse ich mich bloß chauffieren. Ich bin weder im Ruhestand noch krank und habe auch nicht aufgegeben.“ Genau aus diesem Grund gehe er damit an die Öffentlichkeit. „Ich möchte euch wissen lassen, dass es mir gutgeht. Wenn ihr mich an Flughäfen seht oder wenn ich Freunde in Konzerthallen oder Theatern besuche: Sagt ruhig Hallo – ich beiße nicht. Ich sehe nur anders aus, wie hier auf dem Bild zu sehen ist.“
Abschließend schreibt die Heavy Metal-Ikone: „Ich rocke weiter, bis ich tot bin. Rock für immer und ewig. Und die Geheimnisse, die wir verbergen, können gefährlich für unsere Gesundheit sein. Ich setze auf Transparenz, auf Liebe und Fortschritt.“ Unglücklich scheint Bill Ward jedenfalls nicht zu sein – allein das ist ja schon viel wert.
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