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Original-Foreigner-Sänger Lou Gramm will in Rente gehen

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Foreigner touren derzeit fleißig um den Globus, um ihr 50. Band-Jubiläum zu begehen. Auch für 2027 sind bereits einige Auftritte gebucht. Von der Ursprungsbesetzung wird dann jedoch niemand mehr dabei sein. Gründungsgitarrist Mick Jones ist zwar offiziell noch ein Band-Mitglied, aber wegen Parkinson und Alzheimer schon seit einigen Jahren nicht mehr in Erscheinung getreten. Dafür kehrte Lou Gramm für einige Auftritte zur Band zurück, um seinen alten Freund Mick zu ehren.

Wissen, wann Schluss ist

Doch auch für Gramm soll nach Abschluss der laufenden Tournee Schluss sein. Dies gibt der 76-Jährige im Interview mit TalkShopLive bekannt. „Ich habe das Gefühl, das schon lange genug gemacht zu haben. Und auch wenn ich viele Aspekte dieses Lebens sehr genossen habe, denke ich, dass es – gleich nach dem Einsatz von Herz, Verstand und Körper sowie dem Einstieg in eine großartige Band – ebenso wichtig ist zu wissen, wann man aufhören muss.“

1997 wurde bei Lou Gramm ein Gehirntumor diagnostiziert, der jedoch erfolgreich entfernt werden konnte. Nach der anschließenden Chemotherapie trat er wieder auf, wenngleich seine Stimme nicht mehr dieselbe war. 2018 gab der damals 68-Jährige schon einmal an, das „Mikro an den Nagel hängen“ zu wollen, machte aber dennoch weiter. Nun scheint sein Entschluss endgültig.

Mit einem Paukenschlag

„Es tut mir leid für die, die zu lange weitermachen – sei es, dass die Sänger nicht mehr singen können, sich die Gitarristen in den Saiten verheddern oder was auch immer. Ich habe das große Glück, in meinem Alter noch singen und die Töne treffen zu können. Aber ich möchte nicht an den Punkt kommen, an dem ich nur noch so tue, als ob, oder die Tonart um zwei Stufen senken muss, um den Song zu bewältigen“, erklärt Gramm.

Somit sei die aktuelle Tour ein „Höhepunkt für mich. Mit der Aufnahme in die Rock & Roll Hall Of Fame und all den positiven Dingen möchte ich mich mit einem Paukenschlag verabschieden – ich glaube, genau das ist diese Sommertournee.“ Im Bewusstsein um die Tragweite der Situation sind die Shows für ihn etwas ganz Besonderes: „Ich sauge das alles in mich auf. Ich genieße die Schreie, den Applaus und alles andere.“


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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