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Ritchie Blackmore will weniger auf Tour sein

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Wir werden alle nicht jünger — das musste auch der frühere Deep Purple– und Rainbow-Gitarrist Ritchie Blackmore mal wieder feststellen. Vergangenen November sah sich der Classic-Rocker gezwungen, vier von sechs Live-Terminen an der US-Ostküste abzusagen — „aus medizinischen Gründen“. In einem aktuellen Interview bei Ultimate Classic Rock verrät der 81-Jährige nun, was ihn dabei konkret geplagt hat. Zudem will er Konsequenzen ziehen, was Tourneen angeht.

Unangenehm

„Ich bin eines Morgens aufgewacht, als wir auf Tour waren, und hatte einen Schwindelanfall“, packt Ritchie Blackmore aus. „Das wünsche ich niemandem. Es ist das Schlimmste, womit ich jemals zu tun hatte. Ich hatte Herzprobleme, Gichtprobleme und Schmerzen, aber Schwindel ist das Schlimmste. Man ist benommen bis an den Punkt, an dem man keine Kontrolle über irgendein Körperteil hat. Man fällt einfach hin und kann nicht einmal klar denken. Es ist fast wie ein Schlaganfall, aber im Gegensatz zu einem Schlaganfall kann man sprechen und andere verstehen.“

In einem in der Nähe gelegenen Krankenhaus hat ihm das medizinische Personal dann die Lagerungsübung nach Epley gezeigt — „ein therapeutisches Lagerungsmanöver, das bei Vorliegen eines benignen paroxysmalen Lagerungsschwindels (BPLS) angewendet wird“, heißt es bei DocCheck. Außerdem bekam Ritchie Blackmore dort Antihistaminika.

„Danach haben wir also die Tour abgesagt, sind nach Hause zurückgekehrt — und dort hat es mich zwei Tage später wieder erwischt“, berichtet der gebürtige Brite. „Ich wünsche es wie gesagt keinem. Denn wenn Leute über Schwindel geredet haben, dachte ich immer, die fühlen sich eben ein bisschen benommen. Doch so ist das nicht. Man denkt, es geht alles zu Ende. Ich schaue jetzt jeden Tag nach links und recht und dehne meinen Hals. Denn dort kommt das alles her.“

Neue, kürzere Wege

Zudem kommt Ritchie Blackmore augenzwinkernd zu einem folgenschweren Schluss: „Ich habe erkannt, dass es in meinem Alter — ich bin ja 150 — an der Zeit ist, die Tourneen zurückzufahren. Ich mag es nicht mehr, zu reisen. Gewiss liebe ich es, für wen auch immer auf irgendeiner Bühne zu spielen, doch um an diesen Ort zu gelangen, macht mich manchmal das Reisen krank.“ Hierzu packt die auf Long Island residierende Musiklegende die Anekdote aus, wie ihm schon als Kind im Reisebus nach Bristol immer schlecht geworden ist.

„Ich will unsere nächsten Konzerte spielen und auf dieser Bühne sein“, führt Blackmore weiter aus. „So spiele ich immer noch die ganze Zeit. Doch ich möchte innerhalb eines Radius von 30 bis 40 Meilen (circa 19 bis 25 Kilometer) auf der Insel spielen. Wir leben auf Long Island, und ich will nicht Hunderte Meilen weit fahren. Denn das scheint mein Gleichgewicht zu stören. […] Was ich also jetzt versuche, ist, Termine näher an meinem Zuhause zu wahrzunehmen.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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