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Anthrax: Scott Ian kritisiert US-amerikanische Regierung

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Anthrax planen, noch dieses Jahr im September das erste neue Album der Band seit zehn Jahren zu veröffentlichen. Die erste Single der neuen Platte CURSUM PERFICIO, ‘It’s For The Kids’, erschien am 15. Mai und fungiert laut Gitarrist Scott Ian als Ventil für seine eigene Wut. Er kritisiert außerdem die US-Regierung scharf.

Kein sicherer Ort für Kinder

Im Interview mit Allison Hagendorf auf die Inspiration des Lied angesprochen, antwortet der Musiker: „So gehe ich mit meiner Wut um. Ich habe über die Jahre gelernt, dass Wut oft aus der Angst entspringt, und einen Sohn zu haben, hat alles verändert. Wenn das nicht den Blick auf die Dinge und die eigene Gefühlslage ändert, läuft etwas falsch. 

Klar, in einer Hinsicht gibt es jetzt mehr Angst in meinem Leben, weil ich ein Kind habe und diese Welt schon oft bewiesen hat, dass sie nirgends ein sicherer Ort für Kinder ist – nicht nur hier in den Vereinigten Staaten. Deswegen mache ich mir viele Sorgen, die dann in Wut umschwingen, weil niemand etwas unternimmt. Niemand tut etwas“, betont er.

Schäumend vor Wut

Er bekräftigt: „Ich spreche hier als steuernzahlender Bürger der Vereinigten Staaten: Ich kann mit Sicherheit sagen, dass die machthabende Administration nichts tut, um die Kinder dieses Landes zu schützen. Außerdem fügt sie Kindern anderer Länder weltweit Schaden zu. Wenn man dem widerspricht, liegt man einfach falsch. Es geht hier nicht um Meinung, das ist ein Fakt.

Die Lyrics zu diesem Lied entsprechen meinen Gefühlen. Darin spucke ich vor Wut, damit sie mich nicht auffrisst. Das habe ich schon immer als Werkzeug zum Dampfablassen benutzt, schon seit ich ein Kind war und die ersten Lyrics für eine Anthrax-Platte 1985 geschrieben habe. Das ist sehr kathartisch und therapeutisch für mich“, erklärt Ian.

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Er führt weiter aus: „Die Leute fragen mich oft, warum gerade ich so wütend werde. Ich finde sie sollten sich mal wirklich umsehen. Klar, ich bin in einer Band und liebe das, was ich tue. Ich darf Gitarre spielen. Es bringt mich noch immer zum Lächeln, wie damals schon, als ich neun Jahre alt war. Aber ich bin auch ein Mensch mit normalen menschlichen Emotionen und Gedanken. Und vielleicht bin ich manchmal schlauer, als es mir guttut.“


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