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Anthrax: Scott Ian tourt mit Rückenverletzung

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Ende Januar fand bekanntlich die 70.000 Tons Of Metal-Kreuzfahrt statt, bei der auch Anthrax an Bord waren. Statt karibischer Wärme sorgte jedoch ein Wintersturm für ungewohnt eisige Temperaturen. Diese waren für Bands und Fans vermutlich ähnlich herausfordernd. Gitarrist Scott Ian kämpft noch immer mit den Folgen der Kälte, wie er gegenüber dem australischen Magazin Heavy berichtet.

Bewegungsunfähig

Im Hinblick auf die anstehende Australientournee wurde Ian auf seine körperliche Verfassung angesprochen. Der 62-Jährige reagiert überrascht: „Das ist das erste Mal, dass ich diese Frage so beantworten muss. Ich habe mir den Rücken verletzt.“ Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und einer Windgeschwindigkeit von etwa 65 Kilometern pro Stunde absolvierten Anthrax ihren Auftritt. Schließlich waren die Fans da und sollten nicht enttäuscht werden.

„Ich bewege mich auf der Bühne ziemlich viel, springe, stampfe; ich bin ständig in Bewegung“, meint Ian. Trotz vorheriger Aufwärmung spielte seine Muskulatur nicht mit. „Am Ende des nächsten Tages, nach dem Konzert in der Kälte, hatte ich so starke Rückenschmerzen, dass ich bestimmt eine Woche lang kaum laufen konnte. Ich konnte mir nicht mal die Schuhe zubinden. Ich konnte mir verdammt noch mal keine Hose anziehen. Solche Schmerzen, solche Rückenkrämpfe hatte ich noch nie. Es war der Wahnsinn.“

Keine Zeit für Erholung

Eine längere Erholung sei jedoch nicht möglich gewesen, da noch Konzerte mit Mr. Bungle sowie die Kanada-Tour mit Megadeth und Exodus anstanden. „Es war die Hölle“, erklärt der Gitarrist weiter. „Jeden Abend war ich bei Massagetherapeuten, Osteopathen – alles, um die Show durchzustehen. Und selbst in meiner besten Phase in Kanada war ich vielleicht bei 40 Prozent. Ich konnte nicht springen. Ich konnte nicht mal mit den Füßen stampfen. Wenn überhaupt, dann war mein Spiel vielleicht sogar besser, denn was hätte ich sonst tun sollen? Ich habe noch heftiger geheadbangt, weil mir das nicht wehtat.“

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Derzeit habe Scott Ian regelmäßig physiotherapeutische Behandlung, wodurch es ihm schon besser gehe. Bis zum ersten Auftritt in Australien hofft er „bei 70 bis 75 Prozent meines üblichen Leistungs-Niveaus“ zu sein. Immerhin achte Ian gut auf sich, wie er konstatiert: „Ich trainiere regelmäßig – schon seit Jahren, weil ich auf einem gewissen Niveau performen will. Ich weiß, was ich kann, und ich weiß, welche Show ich dem Publikum bieten will.“ 

Bis Juni sind hoffentlich alle Band-Mitglieder wohlauf, denn dann kommen Anthrax auch für zwei Konzerte nach Deutschland. METAL HAMMER präsentiert die Thrash Metal-Sause. Zuvor soll jedoch noch das neue Album erscheinen – das erste Studioalbum seit FOR ALL KINGS (2016).


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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METAL HAMMER präsentiert: Die Apokalyptischen Reiter

Laut, intensiv und voller Energie. SCHREI!NACHTEN ist Ausnahmezustand Ð live, unmittelbar und kompromisslos. Neben Hits, Klassikern und Evergreens steht vor allem das, was ein Die Apokalyptischen Reiter-Konzert seit jeher ausmacht: ein direkter, elektrisierender Austausch, der Bühne und Publikum zu einer Einheit verschmelzen lässt. Hier wird nicht einfach gespielt - hier entsteht Reitermania in ihrer reinsten Form. Alle Versuche, diese Band in Schubladen zu pressen, sind längst gescheitert. Die Reiter entziehen sich jeder Kategorisierung und haben sich ihren eigenen Kosmos geschaffen - kraftvoll, unberechenbar und unverwechselbar. Was hier passiert, lässt sich nicht erklären. Es muss erlebt werden. Für die "Schrei!Nachten 2026"…
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