Um Ghøstkid war es schon seit einigen Monaten eher still. Nun gibt es dafür eine eher unschöne Erklärung. Die Gitarristen Christian Kisseler („Chris Canterbury“) und Jan Marco „Jappo“ Heinz sowie Bassist Stanislaw „Stanni“ Czywill erklären in separaten, aber fast zeitgleichen Statements ihren Austritt aus der Band. Schlagzeuger Joakim Stephan Möller („Steve Joakim“) und Frontmann Sebastian „Sushi“ Biesler haben sich noch nicht dazu geäußert.
Burnout
Chris Canterbury schreibt in seinem Statement: „Ich habe mich dazu entschieden, Ghøstkid zu verlassen. Das war keine einfache Entscheidung aber nach zwei extrem schweren Jahren ist es die richtige. Gegen Ende verlor ich all meine Freude am Gitarrespielen. Ich fühlte mich ausgebrannt und außerdem gab es einige Momente, an denen ich mich auf der Bühne zutiefst unwohl fühlte.
Warum das so war, kann ich nicht ganz erklären, aber ich weiß, dass es bestimmt nichts mit den Leuten vor der Bühne zu tun hatte“, sagt der Gitarrist. Er bedankt sich in seinem Statement ausgiebig bei seinen Fans und Kollegen und betont am Ende: „Mir ist wichtig zu sagen, dass wir uns im Guten getrennt haben, und ich wünsche dem Projekt alles Gute für die Zukunft.“
Ende eines Kapitels
Gitarrist Jappo erklärte auf Instagram: „Meine Reise mit Ghøstkid ist zum Ende gekommen. Rückblickend ist es schwer, in Worte zu fassen, wie viel mir dieses Kapitel bedeutet hat. Wir durften Dinge erleben, von denen wir davor nur träumen konnten. Wir haben unvergessliche Momente geteilt, weltweit unglaubliche Menschen getroffen und Erinnerungen geschaffen, die für immer bei mir bleiben werden.“
Er führt fort: „Doch manchmal entwickeln sich Menschen in unterschiedliche Richtungen, und obwohl das schmerzhaft sein kann, ist es auch ein natürlicher und unausweichlicher Teil des Lebens.“ Auch er bedankt sich bei Kollegen und Fans für die gemeinsame Zeit. Abschließend schreibt er: „Manchmal bedeutet Fortschritt, dass man Dinge hinter sich lassen muss, und das ist auch okay. Ich wünsche allen nur das Beste für ihr Leben und zukünftige Projekte. Passt auf euch auf, liebt weiter und glaubt weiter an das, was euch bewegt.“
Kein böses Blut
Auch Bassist Stanni verabschiedet sich mit ähnlichen Worten bezüglich der Band: „Nach langer Reflektion bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es sich für mich schlicht nicht mehr richtig anfühlt. Deswegen habe ich entschieden, ab sofort kein Teil von Ghøstkid mehr zu sein.
Zwischen uns herrscht kein böses Blut und ich wünsche allen Beteiligten nur das Beste für ihre Zukunft. Es ist mir wirklich wichtig, mich bei euch, den Fans für eure Unterstützung in den letzten Jahren zu bedanken. Mein Dank gilt auch den vielen Crew-Mitgliedern, die Tag und Nacht geschuftet haben, um uns zu unterstützen. Ich bin unglaublich glücklich und stolz darauf, was das Team hinter diesem Projekt geschafft hat“, meint er.
Wie es mit Ghøstkid weitergeht ist aktuell unklar, und ein Statement der verbliebenen zwei Mitglieder steht noch aus, soll aber noch kommen, wie die Band auf Instagram kommentierte. Übrig sind noch Schlagzeuger Steve Joakim, der zuletzt live bei Imminence einsprang, und Frontmann und Bandleader Sushi.
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