Toggle menu

Metal Hammer

Search
Rammstein – das Interview zum neuen Album: METAL HAMMER 06/19

Cavalera Conspiracy: Track by Track vom Debut

von
teilen
twittern
mailen
teilen

Was ihr von den elf regulären Songs und dem Bonus-Song ‚Possessed‘ erwarten dürft, erklärt euch Max Cavalera gleich höchstselbst.

Begleitet den Musiker also auf eine Reise durch die Zeit, die Welt und seine Plattensammlung – denn all das hat seinen Weg in die Songs vom Album CAVALERA CONSPIRACY geschafft.

Viel Spaß!

‘Inflikted’

Der Text ist der älteste vom Album. 1992 war ich mit Igor in Indonesien für Sepultura-Konzerte und wir haben dieses verrückte Ritual gesehen. Es gab viel Feuer und Piercings – alle Verletzungen haben sich die Leute selber zugefügt. Aber weil sie in Trance waren, haben es nicht gespürt. Das hat mich ziemlich fasziniert.

Da Cavalera Conspiracy jetzt Igor und ich sind, fand ich es sehr passend, das Album mit einer so alten Erfahrung zu eröffnen.

‘Sanctuary’

Ich mag, dass dieser Song schon fast nach Nailbomb klingt. Sehr schnell und ziemlich straight forward. Reißt dir sofort den Kopf ab. Der Gesang ist ziemlich aggressiv – manche Leute meinten schon, dass sei der beste Gesang von mir bisher.

Der Mittelteil ist auch sehr schön. Außerdem singen mein Gitarrist Marc Rizzo und ich „everybody die tonite“ zusammen in einem coolen alten Biohazard Punk Rock Stil.

Und ‘Sanctuary’ ist auch das erste Video zum Album.

‘Terrorize’

Igors Schlagzeug-Rhythmus am Anfang ist ziemlich cool, aber auch recht einfach. Er kommt aus dem nördlichen Brasilien und ist sehr rituell. Außerdem gefallen mir der Groove und einige Textzeilen ausgesprochen gut.

Der Song ist Jesse Pintardo von Napalm Death und Terrorizer gewidmet, weil Terrorizer ein großer Einfluss für mich sind.

‘Black Ark’

Das ist wahrscheinlich der ungewöhnlichste Song auf dem Album. Er hat einen ziemlich düsteren Anfang mit Sprechpassagen von mir. Er erinnert mich etwas an alte Sepultura-Sachen wie ‘Under Siege’ und ‘Inner Self.’

Dieser Song hat außerdem noch Gastgesänge von meinem Stiefsohn Richie und Joe von Gojira.

Black Ark ist übrigens der Spitzname für mein CD-Case, dass ich immer dabei habe und in dem ich 300 CDs mit mir rumschleppe.

‘Ultra-Violent’

Dieser Song ist stark vom Film A CLOCKWORK ORANGE inspiriert, in dem die Textzeile “ultra violent” ziemlich oft vorkommt. Ich habe auch sonst eine Menge Zitate aus dem Film eingebaut – sogar den erfundenen Slang.

Der Film ist ziemlich brutal und war eine Zeit lang in England verboten. Leider kennen ihn viele der Kids heute nicht mehr. Aber ich habe ihn früher, zu Sepultura-Zeiten, ständig gesehen. Also wollte ich auch einen Song darüber machen.

‘Hex’

Auch einer meiner Lieblings-Songs auf dem Album. Er ist sehr von Cannibal Corpse beeinflusst, die ich sehr oft höre.

Der Text geht um den Untergang der Welt – vor allem durch Militär und Krieg. Es gibt eine Textzeile, die ein kleiner Witz über den Bob Marley-Song ‘Buffalo Soldier’ ist: “…buffalo soldiers high on crack…”. Soldaten kämpfen überall in der Welt, sind aber total auf Drogen, während sie zum Beispiel in Vietnam oder Irak töten.

Ich finde die Zeile ziemlich stark, weswegen sie kurz sogar der Song-Titel war. Aber ‘Hex’ fand ich dann doch etwas passender.

‘The Doom Of All Fires’

Ich bin mir nicht mehr sicher, wo dieser Titel herkommt. Er stammt aus keinem Film und keinem Buch – es ist eher eine Kombination von Wörtern. Ich habe diesen Song schon lange vor der Cavalera Conspiracy begonnen. Ursprünglich habe ich zum Riff auch nur gesprochen, mich dann aber entschieden, den Text zu brüllen.

Ich fand den Titel einfach cool und verrückt. Textlich dreht es sich nicht direkt um ein Thema, sondern um Reime, die dir im Kopf bleiben. Wie ein Kinder-Reim, der verschiedene Themen anschneidet. Am Ende singe ich richtig schnell, was beeinflusst ist von Tom Araya und wie er in ‘Raining Blood’ singt. Auch wenn er natürlich viel besser ist, als ich.

Gesanglich ist es die brasilianischste Performance auf dem Album, denn meine Stimme ist wie ein Instrument eingesetzt. Außerdem ist es Igors Lieblings-Song auf dem Album, was mich sehr freut.

‘Bloodbrawl’

Der Song handelt von mir und Igor. Wir haben lange unseren Streit ausgetragen, jetzt stehen wir wieder auf der gleichen Seite. Es geht um Blutsbande, die aber auch Streit und Kampf beinhaltet.

Echte Brüder arbeiten zusammen, streiten sich aber auch.

Außerdem mag ich das Outro sehr, in dem Marc Rizzo ein verdammt schönes Stück Musik komponiert hat. Der einzige akustische Teil des Albums.

‘Nevertrust’

Das ist der punkigste Song auf dem Album. Er ist stark von europäischem Hardcore der Marke Discharge beeinflusst. Es geht schlicht darum, niemandem zu trauen – nicht der Politik, nicht Präsidenten und auch nicht dir selbst. Aber der Text hat auch seine lustige Seite wenn ich singe “never trust Fall Out Boy, never trust Emo kids”.

Könnte auch problemlos ein Nailbomb-Song sein.

‘Hearts Of Darkness’

Ein Song über das Buch, das die Vorlage zum Film APOCALYPSE NOW war, in dem es um die Reise durch den Dschungel geht. Auch diesen Film mag ich sehr, weshalb ich ihn in einen Song verarbeiten wollte.

‘Must Kill’

Ich mag diese Wortkombination „must kill“ sehr gerne. Am Ende des Songs werden die beiden Worte auch wie in einem Mantra ständig wiederholt. Ein gutes Ende für ein sehr aggressives Album.

‘The Exorcist‘ (Possessed-Cover)

Das ist der Bonus-Song, der nur auf der limitierten Version zu finden ist. Es geht um die alten Kult-Bands Possessed, Venom, Celtic Frost, Sodom, Kreator, Destruction und so weiter. Ich möchte sie den Kids etwas näher bringen, denn sie haben schon vor 20 Jahren geniale Metal-Songs geschrieben.
 

teilen
twittern
mailen
teilen
Die Lieblingsalben von Amon Amarth-Gitarrist Olavi Mikkonen

>>> das vollständige Interview mit Amon Amarths Olavi Mikkonen lest ihr in der Oktober-Ausgabe des METAL HAMMER OLAVI MIKKONEN ist der blonde Gitarrist, der 1992 die Death Metal-Hünen AMON AMARTH mitbegründete. Denkt er an jene nunmehr 21 Jahre zurück, erzählt er unter anderem von seiner Vernarrtheit in Slayers SEASONS IN THE ABYSS, Bathory und – man glaubt es kaum – Mariah Carey. Die Lieblingsalben von Olavi Mikkonen findet ihr oben in der Galerie. --- Weiterlesen könnt ihr in unserer Oktober-Ausgabe.Das Heft kann einzeln und innerhalb von Deutschland für 6,90 Euro (inkl. Porto) per Post bestellt werden. Einfach eine Mail mit…
Weiterlesen
Zur Startseite