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Cobra Spell: Techtelmechtel mit dem Teufel

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Das komplette Interview mit Cobra Spell findet ihr in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2023, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

Es mutet wortwörtlich an wie das Tor zur Hölle. Die abgenutzten Granitstufen der Veranstaltungsstätte MaHalla führen hinab in einen brütend heißen Keller. Sängerin Kristina Vega lehnt zusammengesackt, vollkommen erschöpft und verschwitzt an der Wand. Die Gitarristinnen Sonia Anubis und Noelle dos Anjos sowie Bassistin Roxana Herrera verteilen sich in der oberen Etage und tauschen ihre Klamotten gegen die Outfits für den nächsten Dreh. Schlagzeugerin Hale Naphtha macht sich bereit, durch eine vergitterte Pforte die Unterwelt zu betreten, die mit pulsierendem Licht in infernalisches Rot getaucht ist. Dann ertönen ohrenbetäubende Schläge auf Trommeln und Becken. Es sind die letzten Videoaufnahmen für ‘The Devil Inside Of Me’.

Mittagspause. Seit sieben Uhr morgens werkeln die fünf Musikerinnen unter der Ägide der Briten von Video Ink an ihren Videos. Der Zeitplan ist eng. Es sollen noch sämtliches Bildmaterial für ‘Warrior Of Hell’ und erste Szenen für das Großprojekt ‘S.E.X.’ eingefangen werden. Schnell trudeln die Beschwerden der Nachbarn ein: Die Musik sei zu laut. Cobra Spell veranstalten tatsächlich einen Höllenlärm. Hale kleidet ihre Drums behelfsmäßig mit Schwämmen aus und versucht, leiser zu spielen. Trotzdem muss am folgenden Tag noch einmal nachgedreht werden.

Zwischen Nebelschwaden und flackernden Lichtern

Szenenwechsel. Ein blitzblank polierter roter ­Ferrari Testarossa wird in die Halle gefahren, vor dem Sonia anschließend zwischen reichlich Nebel und pinkfarbenen Neonlichtern posiert. Sportwagen, knappe, hautenge Outfits, E-Gitarren – es wirkt wie eine Zeitreise in die Achtziger. Akribisch legen sich Cobra Spell für das Video zu ‘S.E.X.’ ins Zeug, für das der komplette folgende Tag im Renate Club angesetzt ist. Die Location wirkt abgerockt, die Theken haben schon bessere Zeiten gesehen, der Boden zeigt die Schrammen vieler Partys, die Luft ist staubig.

Zwischen Nebelschwaden und flackernden Lichtern tänzelt Kristina lasziv in einem engen Flur, und Roxana präsentiert sich zwischen einer Poledance-Tänzerin sowie leicht bekleideten Frauen. Hale lässt mit teuflischem Grinsen den benzingetränkten Boden entflammen. Noelle räkelt sich, ganz in weiß gehüllt, auf einer Couch, umgeben von Rosenblättern und Teelichtern. Atmosphäre und Erscheinung sind inspiriert von Madonnas ‘Like A Virgin’ (1984), das vor rund 40 Jahren aufgrund seiner eindeutigen Lyrics und reichlich religiösen Referenzen unter moralinsauren Christen für Furore sorgte, wie sie sagt. Und ‘S.E.X.’ verspricht, eine ähnliche Sprengkraft zu entfesseln.

Argwöhnisch beäugt Kristina die klischeehafte Blümchensexkulisse. „Wie romantisch“, witzelt sie, und dreht selbst kurz darauf, von sechs Frauen eng umschlungen und viele Zungenküsse tauschend, die mit Abstand expliziteste Szene. „Wir sind wie die Spice Girls, komplett unterschiedlich“, entgegnet Noelle lachend. Trotzdem vereint sie alle eine gemeinsame Vision.

Warum der Weg zu 666 holprig war, wie Sonia über Religion denkt und welches große Ziel sie schlussendlich verfolgt, lest ihr in der METAL HAMMER-Dezemberausgabe 2023, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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