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Cristina Scabbia von Lacuna Coil spricht über Religion

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In einem Interview mit Hatebreed-Frontmann Jamey Jasta in dessen „The Jasta Show“ sprach die in Italien römisch-katholisch aufgewachsene Lacuna Coil-Sängerin Cristina Scabbia über ihre Ansichten zu Religionen. „Ich habe nichts gegen Religionen. Ich denke, dass jeder Mensch für sich entscheiden kann, ob sie in einem schwierigen Moment Trost bringen. Wenn man zum Beispiel einen geliebten Menschen verloren hat und glaubt, dass diese Person nun an einem besseren Ort ist.

Christina Scabbia bleibt skeptisch

Was ich aber nicht verstehe, ist, wenn man nichts mehr hinterfragt. Man befolgt Regeln, nur weil jemand einem sagt, man soll sie befolgen, auch wenn sie keinen Sinn ergeben“, so die 48-Jährige. „Auch im Kontext der Religion, und wenn man die Bibel liest. In ihr steht nicht geschrieben, dass sich die Leute versammeln müssen, um Jesus zu feiern. Warum entscheiden das von Männern organisierte Religionen?“

Auf die Frage, ob sie eher Atheistin oder Agnostikerin sei, antwortete sie: „Mehr Agnostikerin, denn ich gerne Gewissheit haben, dass es abseits der Erde und uns lebenden Menschen noch einen anderen Ort gibt. Ich würde gerne meine Eltern und all meine Lieben wieder sehen, wenn ich einmal gegangen bin.  Aber ich kann nur spekulieren, dass es so einen Ort gibt.  Ich habe keine Beweise.“

Die Skepsis kommt aus der Kindheit

Letztes Jahr sagte Scabbia der Zeitschrift Revolver, sie sei dazu erzogen worden, „mit guten Prinzipien zu leben“, doch in ihrer Jugend wurde sie durch die Heuchelei der Kirche enttäuscht. „Ich kenne so viele Menschen, die in die Kirche gehen, sie dann wieder verlassen und sich wie die schlimmsten Christen verhalten „, erklärte sie. „Das war es, was mich abstieß. Ich suchte nach Antworten und bekam sie nicht.“

Ob sie eher „Team Wissenschaft“ oder „Team Theologie“ sei, beantwortete sie mit: „Wissenschaft, zu 80%. Ich verstehe den spirituellen Teil, aber glaube an Beständiges. Daran, dass meine Lieben immer noch mit ihrer Energie um mich herum sind.“

„Italien ist ein sehr religiöses Land“, fuhr sie fort. „Wir haben den Papst. Aber während ich in der Kirche aufwuchs, war ich nie gläubisch. Ich verstand nicht, warum die Leute sich nicht so verhielten, wie sie es in der Kirche geschworen hatten. Für mich ist es wichtiger, ein guter und respektvoller Mensch zu sein, ohne Furcht vor Gott.“

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