Als junge Band hat man es heute nicht unbedingt leicht. Man muss es geschickt anstellen. Insofern lohnt es sich bestimmt, auf den Rat von Megadeth-Mastermind Dave Mustaine zu hören. Der 64-Jährige sollte nämlich in einem aktuellen Interview beim brasilianischen Radiosender 92.5 Kiss FM zu Protokoll geben, was er aufstrebenden Musikgruppen mit auf den Weg geben würde. Die Essenz: Es kommt aufs Personal an.
Die falschen Gründe?
„Man muss sich mit den richtigen Leuten umgeben“, empfiehlt Dave Mustaine. „Wenn man in einer Band ist, muss man sich die Performer darin anschauen. Hat man jemanden in der Band, weil er ein Kumpel ist, oder weil er ein verdammt großartiger Schlagzeuger ist? Oder ein toller Gitarrist? Oder ist er dein Schwager? Denn das ist gewöhnlicherweise das erste Indiz dafür, dass man es als Band nicht schafft. Und dann muss man sicherstellen, dass man ein tolles Team hat. Sprich: Einen guten Manager, einen guten Anwalt, einen guten Geschäfts-Manager — also einen Buchhalter. Wenn diese Dinge und — am wichtigsten — gute Songs hat, ist man auf dem Weg.“
Erst Ende Januar 2026 sollte Dave Mustaine im Gespräch bei Clash Music die Frage beantworten, ob es irgendwelche Musiker gibt, die mal bei Megadeth gespielt haben, aber nicht genug für ihre Beiträge oder Fähigkeiten gewürdigt wurden. Dabei kam der 64-Jährige darauf zu sprechen, dass er nie jemanden für seine Gruppe angeheuert hat, nur weil er mit demjenigen befreundet war.
„Alle waren großartig“, räumte Dave Mustaine direkt zu Beginn ein. „Wenn man tolle Musiker hat, ist das nächste, was gefragt wird: ‚Sind sie großartige Menschen? Habt ihr eine tolle Freundschaft?‘ In Interviews oder Meet & Greets sagte ich immer, wenn Leute mich nach Ratschlägen für neue Bands fragen: ‚Bleibt in der Schule.‘ Denn man muss schlau sein. Man sollte also in der Schule bleiben, aber auch bestimmte Dinge lernen, die einem nicht in der Schule beigebracht werden — wie Scheckbücher oder Zinseszins. Die andere Sache, die ich dabei stets anbringe, ist: ‚Stell nicht deine Freunde ein.‘
Denn wenn man jemanden entlassen muss, wird man auch einen Freund verlieren. Ich habe immer Leute angestellt, bin mit ihnen eine Geschäftsbeziehung eingegangen und habe mich mit manchen über die Zeit angefreundet. Wenn dann die Arbeit aufhört, hängt es davon ab, wo wir stehen. Angenommen, man arbeitet in einem Restaurant. Wenn jemand McDonald’s verlässt, um bei Taco Bell zu arbeiten, glaube ich nicht, dass dieser jemand die Leute bei McDonald’s anruft und fragt, wie es ihnen geht. Aber wenn man eine Freundschaft hat, ist es anders.“
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
