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Gary Holt hält Exodus für besser als Metallica

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Gary Holt hat in einem aktuellen Interview mit dem spanischen Metal Hammer über die Anfänge von Exodus und ihre musikalische Entwicklung gesprochen. Dabei überbrachte der Slayer-Gitarrist auch seine Einschätzung zu Metallica — damals wie heute. Demzufolge findet der 61-Jährige, dass seine Band heutzutage die Nase vorn hat im Vergleich zu den „Four Horsemen“, auch wenn es sich früher anders verhalten hat.

Zeiten ändern dich

„Die ersten beiden Thrash Metal-Bands in der Bay Area waren offensichtlich wir und Metallica“, holt Holt aus. „Und die Thrash-Gruppen, die nach uns kamen, haben alle dem nachgejagt, was Metallica gemacht haben. Deswegen haben die meisten angefangen, Balladen zu schreiben und dieser Blaupause zu folgen, wohingegen wir bei Exodus unser eigenes Ding gemacht haben. Was auch immer daraus werden sollte, wir haben unsere eigenen Entscheidungen getroffen. Wir versuchten so fest es nur ging, nicht wie Metallica zu sein.“

Des Weiteren führt Gary aus: „Jeder trifft seine eigenen musikalischen Entschlüsse. Metallica waren die Besten von uns allen. So denke ich nun nicht mehr — ich glaube, Exodus machen sie platt, aber das ist nur meine eigene bescheidene Meinung. Doch MASTER OF PUPPETS ist für mich das beste Metal-Album, das jemals gemacht wurde. Ich liebe es verdammt noch mal. Die Platte ist so gut, dass ich eifersüchtig darauf bin. Manche Leute finden RIDE THE LIGHTNING besser. Ich finde, MASTER OF PUPPETS ist ein Meisterwerk. Dieses Album und STAINED CLASS von Judas Priest sind für mich die beiden besten Metal-Scheiben aller Zeiten. Lee Altus [der zweite Gitarrist bei Exodus — Anm.d.A.] hält RIDE THE LIGHTNING für besser. Für mich ist es keine Wahl — es ist MASTER OF PUPPETS.“

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2021 rief Holt bereits Erinnerungen an ein gemeinsames Konzert mit Metallica im Jahr 1985 wach. In der YouTube-Reihe Alive & Streaming befand Gary: „Wir haben Metallica plattgemacht — und das ist keine Schadenfreude. Wir haben sie plattgemacht — und sie wussten es. Es war ihre große Heimkehr, sie hatten gerade die MASTER OF PUPPETS-Aufnahmen fertiggestellt. Und wir kamen auf die Bühne, hatten mehr Verstärker und einen größeren Drumriser. Wir kamen raus und sahen wie die Headliner aus. Und wir feierten heftig danach. James kam rein, während wir uns einfach nur abschlossen, und meinte wohlwollend: ‚Das ist das letzte Mal, dass ihr Jungs für uns eröffnet.‘ Und so war es. Wir haben seitdem niemals wieder mit Metallica gespielt — bis im letzten Jahrzehnt mal auf irgendwelchen Festivals.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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