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Voivod-Schlagzeuger meint, Thrash ist wegen Weltgeschehen populär

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Genau wie Mode-Trends sind auch Musik-Trends ein Zyklus, der sich früher oder später wiederholt. Michel „Away“ Langevin, Schlagzeuger der kanadischen Thrash-Formation Voivod, meint, den Grund für die aktuelle Thrash-Beliebtheit zu kennen, und teilt ihn im Interview mit The Pipeman.

Popularität

Darauf angesprochen, dass Voivod als Band mittlerweile Fans verschiedener Generationen ansprechen, sagt Langevin: „Thrash Metal ist populärer denn je. Die Kids versuchen alle so auszusehen wie wir damals. Besonders in Südamerika feiern sie das richtig. Oft laufen wir unseren Freunden Testament und Exodus über den Weg, weil wir die Bühnen bei Festivals teilen. 

Wir fragen uns immer wieder, warum wir noch so beliebt sind; Eigentlich noch beliebter als damals. Wir glauben, dass es daran liegt, dass wir viel über die Zerstörung unseres Planeten gesungen haben. Das ist nach wie vor relevant. Das ist unsere Vermutung“, erklärt der Musiker.

Wiederkehrende Albtraum

Auf die Anmerkung, dass Thrash-Lyrics oft soziopolitische Themen wie Krieg, Korruption oder Ungleicheit kommentieren würden, antwortet der Schlagzeuger: „Das ist wie ein wiederkehrender Albtraum. Wir sprachen früher über Tschernobyl und Fukushima, und heute ist es das Kernkraftwerk Saporischschja, das in der Ukraine bombardiert wird.

Damals ging es uns um den sauren Regen, heute ist es die Erderwärmung. Wir könnten in den Liedern ein paar Begriffe austauschen, aber es ist noch immer derselbe Albtraum, der immer weitergeht. In den Neunzigern sprach ich immer wieder über einen möglichen Atomkrieg, und alle Journalisten sagten mir, ich sei retro“ erinnert sich Langevin.

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Er erzählt: „Aber ich war damals schon davon überzeugt, dass Hightech-Waffen Tag für Tag wilder werden. Und heute sprechen wir über selbstfliegende Drohnen, die entscheiden, wen sie umbringen. Und natürlich ist auch ein Atomkrieg wieder näher gerückt. Aber wir sind trotzdem vergnügte Kerle, denn was sollen wir tun, außer in unseren Liedern darüber zu singen?“


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