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Korn haben fast 40 Songs für neues Album geschrieben

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Korn werkeln schon seit einiger Zeit an einem frischen Studiowerk. Im Gespräch bei Rolling Stone Brasil hat Gitarrist James „Munky“ Shaffer einen aktuellen Zwischenstand zum Fortschritt der Machenschaften überbracht. Demnach haben Frontmann Jonathan Davis und Co. beinahe 40 Stücke für den Nachfolger des 2022er-Longplayers REQUIEM komponiert und unzählige Male neu umgemodelt und arrangiert.

Höchst selbstkritisch

„Es braucht verdammt lange“, befindet Munky. „Ich schwöre bei Gott, wir haben wahrscheinlich fast 40 Lieder geschrieben, sind sie durchgegangen und haben sie umgeschrieben, sind sie losgeworden, haben sie auseinandergenommen und wieder zusammengebaut. Es war ein ziemlich langer Prozess, weil wir sehr kritisch dem gegenüber sind, was wir machen. Wir nehmen es sehr genau, denn wir wollen unseren ursprünglichen Sound behalten. Davon kommt man nicht los. Wenn wir anfangen zu spielen, klingt es wie Korn — besonders mit uns allen fünf.

Ra [Bassist Roberto Díaz — Anm.d.A] war tatsächlich eine tolle Verstärkung und hat viel Energie in die Rhythmussektion gebracht. Er und Ray [Luzier, Drummer] spielen echt gut miteinander. Es macht Spaß, sich anzuschauen, wie die Jungs Parts ausarbeiten, denn sie machen manches Zeug, das mir nicht einfallen würde. Das war ein großer Teil des Schreibprozesses. Die beiden haben noch nie gemeinsam an einem Album geschraubt.“

Hohe Ansprüche

Des Weiteren sinniert Schaffer: „Als Künstler will man nicht immer wieder das gleiche Bild malen. Man will etwas Aroma, etwas Farbe, etwas Neues hinzufügen, damit es sich frisch anfühlt, sodass die Hörer immer noch einen klassischen Sound bekommen, aber mit frischen Herangehensweisen an Dinge. Es klingt sicher immer noch wie Korn. Es gibt keine schwere Elektronik, man wird nichts kriegen, was zu weit draußen oder zu experimentell ist. Es ist immer noch stark angetrieben von Gitarre und Bass.“

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Darauf angesprochen, warum Korn so lange für die neue Scheibe brauchen, erläutert Munky: „Wir wollten nicht etwas Mittelmäßiges veröffentlichen. Deswegen schreiben weiter und schreiben weiter um. Denn wir wollen neue Musik rausbringen. Wir könnten einfach weiter mit unseren alten Platten auf Tour gehen. Doch wir wollen es gerne frisch halten. Ich denke, das haben wir uns bei Metallica abgeschaut. Wir können immer etwas neue Musik spielen und etwas schreiben und aufnehmen. Das macht Spaß. Wir lieben den Prozess des Schreibens und Aufnehmens — genauso, wie wir es lieben, auf Tour zu sein.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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