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Korn: Bands lehnten Ray Luzier ab, weil er keine Drogen nahm

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Wenn man an das Musikgeschäft denkt, ploppt nicht selten das Klischee „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“ auf. Einer, der damit gar nichts am Hut hat, ist Korn-Schlagzeuger Ray Luzier. Bei dem 55-Jährigen führte das zwischenzeitlich sogar dazu, dass ihn Bands nicht engagieren wollten, weil er keine Drogen nahm. Dies gab der US-Amerikaner am 18. April 2026 bei einer Fragerunde am Musicians Institute in Hollywood zu Protokoll (siehe Video unten).

Die richtige Einstellung

„Haltet euch von Drogen fern“, warnte der Korn-Trommler die Zuhörer. „Keine Drogen. Niemals. Ernsthaft. Als ich nach Los Angeles gezogen bin, habe ich acht Jahre mit David Lee Roth [Ex-Van Halen-Frontmann — Anm.d.A.] gespielt. Die Drogen waren gratis. Daves ganze Masche war: ‘Früher hatte ich ein Drogenproblem, jetzt kann ich sie mir leisten.’ Also hatte ich acht Jahre von diesem bipolarem Kram. Ich habe gesehen, was es mit Leuten anstellt. Doch ich wollte Langlebigkeit. Ich wollte dies machen, bis ich keinen Drumstick mehr hochheben kann — buchstäblich. Deswegen wollte ich Langlebigkeit — komme, was wolle.“

Des Weiteren erzählt Ray Luzier davon, wie hart er an seinem Schlagzeugspiel gearbeitet hat. „Meine Einstellung war: ‚Ich werde so gut werden, dass mich niemand ablehnen kann.’ Doch das ist die falsche Einstellung, denn man weiß nie. Ich habe Jobs nicht bekommen, weil ich keine Dreadlocks hatte, weil ich nicht oft genug im Fitnessstudio war. Ihr wärt von den Gründen dafür, nicht engagiert zu werden, überrascht. Ich habe Jobs verloren, weil ich keine Drogen genommen habe. Wahre Geschichte. Die Bandnamen kann ich nicht sagen, weil sie total berühmt sind. Doch ich hatte zwei echt große Gruppen — und weil ich nicht mitgefeiert habe, hat man mich entlassen.“

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Während er für David Lee Roth hinter der Schießbude saß, tat der Korn-Musiker anfangs sogar so, als ob er mitfeiern würde — und setzte zum Beispiel eine Whiskeyflasche, die herumgereicht wurde, an den Mund, trank jedoch nichts daraus. Irgendwann bemerkte Roth jedoch die Nummer und stellte Luzier zur Rede: „Du feierst überhaupt gar nicht, oder?“ Worauf Ray erwiderte: „Kumpel, du machst, was immer du machst. Das passt schon. Ist mir egal.“ Aber für den einstigen Van Halen-Sänger war das genau die richtige Attitüde — so entgegnete Roth: „Das ist doch großartig. Ich will jemanden, der das Schiff von da hinten aus steuern kann. Der Schlagzeuger muss den Takt vorgeben. Ich will gar nicht, dass du feierst.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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