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Ellefson schimpft auf Mustaine wegen „Verhalten“-Kommentar

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David Ellefson, der im Mai 2021 nach einem Schmuddelvorfall bei Megadeth rausflog, hat in einem aktuellen Interview im Quemar Un Patrullero-Podcast einen Kommentar von Dave Mustaine auseinandergenommen. Der einstige Metallica-Musiker hatte im Dezember 2025 ein finales Konzert mit ehemaligen Band-Mitgliedern ausgeschlossen — wegen des Verhaltens von einem früheren, namentlich nicht genannten Weggefährten. Für den Bassisten geht diese Logik auf keine Kuhhaut.

Moralisch überlegen?

„Dass es so aufgehört hat, wie es aufgehört hat — und dann sagt Mustaine auch noch kürzlich: ‚Wegen dem, was eine Person getan hat, kann ich keinen zurückholen…‘“, beginnt Ellefson seine Replik. „Weißt du was? Leck mich am Arsch! Wer ist diese eine Person? Ich war es nicht, denn ich habe überhaupt nichts getan, das mich davon abhalten würde, zurückzukehren. Überhaupt nichts. Und diese verfälschende Vorgehensweise, irgendwie moralische Überlegenheit raushängen zu lassen — verschon mich damit! Ernsthaft? Es sind größere Rock-Stars als Dave an meine Seite und mir zu Hilfe gekommen, sind zu mir gestanden und meinten: ‚Lass mich wissen, ob du irgendetwas brauchst. Denn das ist echt kaputt.‘ Es ist kaputt wegen der Art, wie ich entsorgt wurde.

Leute sagen: ‚Ich bin echt enttäuscht davon, dass ihnen das Geschäft wichtiger als due Bruderschaft war.‘ Denn schlussendlich wird die Bruderschaft immer länger Bestand haben als das Business einer Rock-Band — besonders, wenn es etwas ist, das wir zusammen gestartet und aufgebaut haben. Vor diesem Hintergrund könnte ich also einen Anwalt anrufen und Verleumdungsklagen anstreben. Dazu habe ich jedes Recht, vertraut mir. Doch zur gleichen Zeit gibt es zwei Arten, bei einem Tauziehen zu gewinnen. Entweder zieht man seinen Gegner über die Linie oder man lässt einfach das Seil fallen, und der Gegner fällt auf seinen Hintern. Und zu Letzterem habe ich mich entschieden. Seil fallenlassen.“ 

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Darüber hinaus rief David Ellefson noch Erinnerungen an gute Zeiten mit Dave Mustaine wach: „Als ich 2010 zu Megadeth zurückkehrte, standen Dave und ich uns echt nahe. Ich half ihm bei ein paar persönlichen Dingen. Während dieser Zeit wurde er mir ein guter Freund. Also gab es diese Phasen der Nähe als Männer oder als Brüder. Und ich fand diese Gelegenheit waren immer am besten, wenn es nur Dave und ich waren, wenn niemand anderes im Raum war. Da mussten wir irgendwie nicht für jemanden auf einer Bühne sein und eine Rolle spielen. Da waren er und ich einfach nur Brüder — haben bei Starbucks Kaffee getrunken oder was auch immer. Und diese Augenblicke waren unverfälscht, ernsthaft und aufrichtig.“


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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