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Exklusives Metallica-Album nur in METAL HAMMER 08/2021

David Draiman teilt gegen Roger Waters aus

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Der jüdische Disturbed-Frontmann David Draiman hat mal wieder Partei für Israel ergriffen. Der Sänger kritisierte ein Bündnis von Künstlern und im Besonderen Roger Waters (Pink Floyd) für ihren Boykottaufruf gegen Israel. Mittels wirtschaftlichem Druck soll so die Besetzung von palästinischem Land erzwungen werden, arabische Bürger sollen die gleichen Rechte erhalten und palästinische Flüchtlinge sollen in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Die Facebook-Seite „Bring Disturbed To Israel“ hat Draiman gefragt, was er von dem Boykott hält (Video siehe unten, ca. ab Minute 8:40).

„Ich bin ein sehr, sehr starker Unterstützer von Israel und unseres Volkes“, fängt David Draiman an. „Unabhängig davon, ob es nun Israel ist oder ein anderes Land, ist es absolut lächerlich eine ganze Gesellschaft und ein ganzes Volk aufgrund der Handlungen seiner Regierung zu boykottieren. Damit wird nichts erreicht. Ich sehe außerdem keine Boykotte gegen Russland. Ich sehe keine Boykotte gegen viele der Länder, die einige der repressivsten, am meisten abgeschotteten Regime haben, die auf diesem Planeten existieren, und in denen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender-Leute sowie alle Arten von Minderheiten verfolgt werden.

Der falsche Weg

Gegen China gibt es keinen Boykott dafür, was sie ihrer muslimischen Bevölkerung antun. So wird nur Israel behandelt. Und ich denke, wir kennen alle den Grund dafür. Es gibt einen besonderen Hass auf das jüdische Volk in dieser Welt. Unglücklicherweise kann er nicht erklärt werden. Das dauert seit Jahrhunderten an und sitzt tief. Es ist unglücklicherweise Teil unserer Bürde als Volk“, holt David Draiman aus.

„Wenn du versuchen willst, Frieden und Verständnis herzustellen, erreichst du nichts, indem du Dinge absperrst. Die Kommunikationswege müssen offen sein. Du baust Brücken, du reißt sie nicht ein. Und Musik und Unterhaltung sind der perfekte Weg, um diese Kluft zu überwinden. Die Vorstellung, dass Waters und der Rest seiner Nazi-Kameraden entscheiden, dass dies der beste Weg ist, fortzufahren und Veränderung herbeizuführen, ist totaler Irrsinn und Idiotie – total. Das macht überhaupt keinen Sinn. Das basiert nur auf dem Hass gegen eine Kultur, ein Volk und eine Gesellschaft, die seit Anbeginn der Zeit ungerechtfertigt dämonisiert werden.“

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Warum David Draiman so harsche Worte wählt, liegt wohl an seiner Herkunft. Seine Großeltern mütterlicherseits überlebten das KZ in Bergen-Belsen, viele andere Verwandte mütterlicherseits kamen jedoch durch die Nazis um. Mit Disturbed wird Draiman am 2. Juli zum ersten Mal in Israel auftreten.

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