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Motörhead-Vinyls

Dead By Sunrise live

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50 Millionen Tonträger hat Chester Bennington mit seiner Haupt-Band Linkin Park bereits verkauft – bei drei regulären Studioalben eine mehr als amtliche Leistung. Doch der Mann hat keinen Bock, sich auf diesen Meriten auszuruhen, und stattdessen mit seinen alten Kumpels von Orgy und Julien-K eine Neben-Band an den Start gebracht: Dead By Sunrise. Kürzlich haben diese ihr Debütalbum OUT OF ASHES veröffentlicht und absolvieren aus diesem Anlass einen kostenlosen Gig im Hamburger Grünspan. Karten gab es nur zu gewinnen.

Als das chaotische Einlassprozedere endlich überstanden und man am Eingang darauf hingewiesen worden ist, dass man weder fotografieren, crowdsurfen, moshen, singen, atmen oder sich bewegen darf, noch Gegenstände wie Raketen, Macheten, Kettensägen oder Panzerfäuste mit sich führen darf (die Jugend von heute scheint sehr gefährlich zu sein), kann es endlich losgehen. Bennington und seine Orgy-Kompadres (im ziemlich peinlichen Emo-Look) steigen mit der ersten Single „Crawl Back In“ ein, die sie drei Tage später auch bei Stefan Raabs Stock Car Challenge vor großem Publikum performen werden.

Bennington scheint sichtlich Freude daran zu haben, endlich mal wieder in intimer Atmosphäre im kleinen Club spielen zu können: Der sonst so unnahbar wirkende Sänger traut sich ganz nah an seine Fans ran, die in den ersten Reihen ordentlich Gas geben – mosht da etwa einer?! Noch mehr Spaß am Publikum scheint Gitarrist Ryan Shuck zu haben, der sich im Laufe des (kurzen) Gigs Stück für Stück entblättert und seinen Astral-Oberkörper gerne dem weiblichen Publikum präsentiert. Es muss schön sein, sich wie ein Rockstar fühlen zu dürfen. Nach einer knappen Stunde ist der Spaß aber vorbei – bei nur einem Album in der Band-Vita war kaum mehr zu erwarten. Immerhin gibt’s zu den eigenen Nummern noch den Linkin Park Track „The Morning After“ und das Misfits-Cover „20 Eyes“ dazu.

50 Millionen Alben werden Dead By Sunrise mit ihrer halbherzigen Linkin-Park-Variation sicher nicht verkaufen, da die Song-Qualität nicht annähernd an die des großen Bruders heranreicht. Chester Bennington hätte sich wohl besser noch deutlicher von seiner Haupt-Band absetzen sollen, sprich puren Pop oder reinen Metal machen sollen – so mutet das Ganze mehr wie eine raue Linkin Park Kopie an. Fans seines Organs wird das natürlich wenig stören, zumal sie im Rahmen eines Dead By Sunrise Gigs ihrem Idol Bennington mal wieder etwas näher kommen können. Zum Schäkern und Fotografieren mit den jungen Mädels kamen nach dem Gig allerdings nur die Instrumental-Musiker heraus. Ganz so intim mag’s Bennington dann wohl doch nicht. Allerdings hat er vor Konzertbeginn auch schon draußen im Nieselregen gestanden, Autogramme gegeben und für Fotos posiert.

Bilder vom Gig findet ihr oben in der Galerie, die Tracklist weiter unten.)

Benjamin Foitzik

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Setlist:
Crawl Back In
Condemned
Morning After
Fire
Let Down
Walking In
Too Late
End Of The World
My Suffering
Inside Of Me
20 Eyes


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Chester Bennington: geplagt von Resonanz auf ONE MORE LIGHT

Chester Bennington hatte offenbar richtig an der verhaltenen bis schlechten Resonanz auf das letzte Linkin Park-Album ONE MORE LIGHT zu knabbern. Dies gab Schlagzeuger Sean Dowdell im Interview mit KaaosTV (siehe unten) zu Protokoll, der mit Chester in der Grunge-Band Grey Daze gespielt hatte. ONE MORE LIGHT erschien im Mai 2017, zwei Monate bevor sich Bennington das Leben nahm. "Als sie das ONE MORE LIGHT-Album machten, wurde es nicht so aufgenommen, wie sie gedacht haben oder zumindest Chester Bennington gedacht hat, dass es aufgenommen wird", sagte Dowdell. "Er hat viel Negativität von den Fans abbekommen, und das hat ihn echt…
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