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9.5.1995

DEFEKT (Oomph!) hat 30. Jubiläum

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1989 trafen sich die drei Freunde Dero, Flux und Crap in Wolfsburg und hatten eine Idee, die ihr Leben auf neue Bahnen bringen wird. Oomph! reihten sich in die Welt der Electronic Body Music ein und veröffentlichten drei Jahre später ihr Debütwerk mit dem kreativen Namen Oomph!. Das Leben als Musiker gefiel dem Trio, mit EBM konnten sie sich jedoch nicht vollständig identifizieren. So zogen harte Gitarren bei ihnen ein, sie ließen sich von Bands wie Sepultura und Pantera beeinflussen und schufen mit ihrem Zweitwerk SPERM (1994) einen Pionier der Neuen Deutschen Härte.

Die Kreativität brach nicht ab und der Erfolg ihrer Musik trieb Oomph! weiter an, sodass ein Jahr später, 1995, schließlich DEFEKT erschien. Heute jährt sich dieses Veröffentlichungsdatum von 1995 zum 30. Mal, weshalb wir tiefer in die Vergangenheit von Oomph! einsteigen.

Experimentierfreudigkeit schreiben Oomph! groß

Die harten Gitarren, die charakteristisch für SPERM sind, finden sich auch auf DEFEKT. Die Synthesizer-Passagen rücken mehr in den Hintergrund, was die Bühne freimacht für harte Groove-Riffs und Industrial-Elemente. Melodiöse und mitreißende Refrains stehen neben tiefen Growls. Das ist Crossover vom Feinsten, hier wird jeder Metalhead und Anhänger der elektronischen Musik glücklich. Besonders bei ‘Hate Sweet Hate’ ist zu hören, dass Oomph! ihr Genre-Zuhause gefunden haben, was sie über die nächsten Jahrzehnte immer wieder beweisen.

Rau und dynamisch geht es auch bei den Texten zu. Deutsch, Englisch… Es scheint keine Regeln zu geben. Alle Zeilen stammen aus Deros Feder, der in einem Interview mit mucke & mehr dazu Stellung nimmt.

„Ich will mich nach wie vor durch den ehrlichen Umgang mit mir selbst in meinen stets autobiographischen Texten möglichst gut kennenlernen.“

Bei dieser Auseinandersetzung stehen Themen wie Schmerz und Entfremdung im Vordergrund. DEFEKT ist der Höhepunkt von Oomphs! experimenteller Phase. Das Drittwerk war vielleicht nicht ihr größter kommerzieller Durchbruch, aber ein wichtiger und notwendiger Schritt zum Erfolg, der bis heute zu Recht anhält.

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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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