Der, den mein Freund kannte (Tom Liwa): #DaheimDabeiKonzerte

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Wer ist nur dieser Typ, der sich „Der, den mein Freund kannte“ nennt? Früher hieß er Tom Liwa. Und ausnahmsweise müssen hier mal Wörter wie „einzigartig“ erlaubt sein, denn es gibt in Deutschland keinen Singer/Songwriter, den man mit Tom Liwa vergleichen könnte. Seit mehr als 30 Jahren macht er eine gute Platte nach der anderen, mit und ohne seine Band, die Flowerpornoes, gilt vielen Nachgeborenen als Vorbild und ist doch nicht zu imitieren. Weil er die großen Themen und die kleinen Beobachtungen so scheinbar mühelos zu Zeit und Raum sprengenden, niemals banalen, immer herausfordernden Liedern verarbeitet – „eine Mischung aus poetischer Präzision und übermütiger Schlampigkeit“.

Früher als die meisten deutschen Kollegen, nicht erst in der Krise, hat er außerdem erkannt, dass man als Musiker heutzutage auch geschäftlich neue Wege gehen muss – man kann ihn auf www.patreon.com/tomliwa abonnieren: Für ein paar Euro monatlich überrascht er einen mit alten und neuen, bekannten und unbekannten, eigenen und fremden Liedern, andere Skurrilitäten gibt’s als Bonus dazu.

Liwas letztes Album, „Ganz normale Songs“ (natürlich eine schamlose Untertreibung!), war 2018 das einzige deutschsprachige in den Jahres-Top-Ten des ROLLING STONE. Das nächste Werk ist schon so gut wie fertig – und exklusiv für #DaheimDabeiKonzerte gibt es einen neuen Song, der nicht auf diesem Album sein wird: „Ohne mich“ ist das perfekte Lied zu dieser seltsamen Zeit, es fängt das Gefühl zwischen Beklemmung und Möglichkeiten auf unpathetische und doch feierliche Weise ein – mit ungewohnten, gern auch mal irritierenden Synthesizer-Klängen. Zu gemütlich soll es zu Hause ja nicht werden, wir haben hier schließlich alle noch ein paar große Aufgaben zu bewältigen. Aber davon erzählt Der, den mein Freund kannte, nach einer Coverversion von Daevid Allens „Wise Man In Your Heart“ selbst – und setzt dann noch „Ghostrider“, im Original von Suicide, obendrauf, so dass einem beim Hinhören fast schwindelig wird. Dass er dazu nicht einfach in die Kamera singt, sondern sich etwas Anderes ausgedacht hat, ist klar. Einzigartig eben.

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