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Dogma-Mitbegründer bezieht Stellung

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Um die aktuelle Situation bei Dogma so kurz wie möglich zusammenzufassen: Ende Oktober sind Sängerin Grace Jane Pasturini sowie die beiden Gitarristinnen Amber Maldonado und Patri Grief aus der Band ausgestiegen. Als Gründe wurden Knebelverträge, fehlende Bezahlung, Probleme mit der Einwanderungsbehörde, Manipulation und Missbrauch seitens des Managements angegeben – um nur einige Punkte zu nennen. Nach und nach meldeten sich seither immer mehr Musikerinnen, die Dogma (wenn auch nur beinahe) angehörten, mit ähnlichen Geschichten.

Ein falscher Schöpfer

Jetzt meldet sich ein Herr namens Alvaro Rabaquino aka The Dark Messiah via Instagram zu Wort. Seinen Angaben zufolge habe er selbst zusammen mit seinem Bruder Frederico und Ian Di Leo Dogma einst gegründet. Während die Brüder für das Musikalische zuständig gewesen seien, habe sich Di Leo ausschließlich um die geschäftlichen Angelegenheiten gekümmert. Dass Letzterer später dennoch als Co-Autor unter dem Pseudonym The Light Messiah hinzugefügt wurde, sei einer internen Absprache gefolgt.

Wie dem auch sei – Ian Di Leo „ist kein Musiker und hat das Material weder geschrieben, arrangiert noch produziert“, hebt Rabaquino hervor, der für die Texte und die musikalischen Arrangements verantwortlich sei. Dieser Fakt sei wichtig und mache den Unterschied, da Di Leo sich selbst wohl gern als „Schöpfer“ der Musik darstellt. Abgesehen von den Differenzen, wer wofür zuständig war, kommt es noch dicker.

Alleingang

Im Statement heißt es weiter: „Im September 2024 versuchte Ian ohne vorherige Absprache und entgegen dem Geist unserer Partnerschaft, die Marke Dogma auf seinen eigenen Namen eintragen zu lassen. Er übernahm einseitig die Kontrolle über Social Media, Kommunikation und Finanzen und ging sogar mit der Band auf Tournee, kassierte die Gagen und traf alle Entscheidungen selbst, trotz meiner ausdrücklichen Einwände und ohne meine Beteiligung oder Zustimmung als Mitgründer.“

Anschließend habe Alvaro Rabaquino den Rechtsweg eingeschlagen und ansonsten jeglichen Kontakt abgebrochen. Auch habe er ab diesem Punkt „keine der unter seiner Kontrolle getroffenen Entscheidungen autorisiert, überwacht oder gebilligt.“ Sämtliche Skandale, die seitdem folgten, seien auf Di Leos Mist als Manager gewachsen und „nicht auf die Menschen, die die Musik geschaffen haben.“ Obendrein habe Rabaquino seit Beginn der Rechtsstreitigkeiten keinen einzigen Cent für das gesehen, was er einst erschaffen habe.

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Ihm zufolge ist Dogma nur noch „eine leere Hülle“, die nichts mehr mit den Ursprüngen des Projekts zu tun hat. „Dogma wurde seinen Schöpfern entrissen, seiner Identität beraubt und für die Zwecke eines Einzelnen missbraucht – fernab der Musik und fernab der Wahrheit.“ Mit seinen Aussagen wolle der Künstler das Drama nicht weiter anheizen, sondern informieren – und Werbung machen, wie es scheint. „Gemeinsam mit Grace, Amber und Patri, den ursprünglichen Künstlerinnen, die sich entschieden haben, dem Chaos zu entfliehen, holen wir uns nun zurück, was uns von Anfang an gehörte.“ Das neue Projekt läuft unter dem Namen Vindicta.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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