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Eigene Entscheidung: Frei.Wild kommen nicht zum Echo

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Frei.Wild kommen nicht zum Echo. Das liegt aber nicht am Boykott einiger Musikerkollegen, sondern an der „Verletzung auf der emotionalen und seelischen Ebene“, die durch den Ausschluss im vergangenen Jahr entstanden war. Das teilte die Band in einem Statement via bild.de mit.

Lest hier das komplette Statement von Frei.Wild zur Absage ihres Echo-Besuchs:

„Da ist sie also, die dritte Echo-Nominierung. Wir haben uns einige Zeit genommen, um auf die erneute und irgendwie ja schon wieder „umstrittene“ Nominierung zu reagieren. Die Entscheidung für eine Teilnahme an der Verleihung, oder das Fernbleiben fiel uns tatsächlich nicht leicht, aber hey, es gibt Entscheidungen, die von allen Seiten beleuchtet sein wollen, die reifen müssen und es gibt zu einem Thema viele verschiedene Meinungen, die man einfach alle in Ruhe abwägen sollte.

Was also spricht für die Teilnahme an der Verleihung, für eine Präsenz vor Ort? Die Aftershowparty, ohne Frage, diese war 2011 legendär und mit Sicherheit unvergesslich. Wir haben viele nette Menschen kennengelernt und hatten tatsächlich eine wahnsinnig schöne Zeit dort zwischen Bier, Wein und viel Gesang. Auch gibt es bei dieser Veranstaltung viele großartige Menschen, die wir gerne wieder gesehen hätten und auch viele, die wir gern persönlich kennen lernen würden.

Aber es gibt noch einen weiteren Punkt auf der Seite des „Dafür“ und den nennen wir einfach mal beim Namen. Es ist das Recht drauf, das uns tatsächlich und zweifelsfrei zusteht, weil unsere Albumverkäufe einfach sensationell waren und wir in all den drei Jahren mit euch zusammen zu einer der erfolgreichsten Rockbands Deutschlands herangewachsen sind. Diese Punkte sind also die eine Seite, das „Pro“ und sozusagen die Vorderseite der Medaille, oder eben dieses „Pokals“, der sich Echo nennt.

Kommen wir zum „Contra“, zu dem was dagegen spricht! Keine Frage, Menschen machen Fehler und Fehler kann und sollte man verzeihen, das fordern wir für uns ein und dieses Recht fordern wir mit gleicher Vehemenz für jeden anderen. Wir haben gelernt und sind zur Einsicht gekommen, dass eine nachtragende Haltung fast immer nur dazu führt, den Weg in die Zukunft zu verbauen. Das ist nicht unsere Art und genau diese Haltung wünschen wir uns auch von unseren Fans. Lasst die Leute reden, gebt euer Statement ab, aber bleibt fair. Wie auch immer, irgendwann ist alles gesagt, der Blick geht nach vorne und zum Schluss siegt die Gerechtigkeit. Davon sind wir überzeugt und darauf vertrauen wir.

Was letztes Jahr mit dem Beschluss – uns tatsächlich grundlos von der Liste zu streichen – geschehen ist, war und bleibt eine bodenlose Sauerei. Die Entscheidung hatte keine Grundlage, die vorgeschobenen Gründe und Erklärungen sind und waren substanzlos und werden es auch in Zukunft immer bleiben. Die Konsequenzen für uns und unsere Fans waren dennoch hart und bleiben wohl immer an uns haften, aber selbst damit haben wir uns abgefunden.

Für uns selbst fällen wir die Entscheidung: Wir werden an der Verleihung NICHT teilnehmen. Wir wurden als Band samt unseren Fans mit der Ausschluss-Entscheidung von 2013 diffamiert und geschädigt. Als Folge daraus sind Dinge passiert, dessen sich die Verantwortlichen wahrscheinlich nicht bewusst sind, oder die sie schlichtweg verdrängen. Dabei überwiegt nicht etwa wirtschaftlicher Schaden, denn ganz ehrlich, die Sache hatte ganz gewiss auch einen Werbeeffekt zur Bekanntheitssteigerung, sondern die Verletzung auf der emotionalen und seelischen Ebene, die der gesamten Frei.Wild-Familie zugefügt wurde.

Im Grunde ist es einfach: Wenn die Herren von der Phonoakademie in diesem Jahr schon zu ihrer eigenen Deckung einen Ethikrat hinzuziehen und dieser, genau wie der Verfassungsschutz oder die Bundesprüfstelle an Frei.Wild nichts finden können, was Verbot hier, oder einen Ausschluss da rechtfertigen würde, dann war die Entscheidung 2013 ein Fehler – nicht mehr und nicht weniger.

Daher stellten wir als Band die Anfrage, sich gemeinsam mit den Echo-Verantwortlichen an einen Tisch zu setzen, um die Sache auszudiskutieren. Doch man hat es vorgezogen darauf NICHT einzugehen.

Zu seinen Fehlern stehen zu können und daran zu wachsen, das ist genau das, was wir gelernt haben, was wir proklamieren und was wir selbst und in unseren Liedern vorleben. Der Verlierer der ganzen Geschichte ist genau wie im letzten Jahr: Der Echo selbst!

Nichts für ungut, hier ist keiner sauer, oder verstimmt, aber einen solchen Preis wollen wir nicht, die Veranstaltung ist so lange heuchlerisch, verlogen und eigentlich dem Untergang geweiht, bis die Verantwortlichen den Mut aufbringen können, so wie jeder vernünftige Mensch, zu seinen Fehlern zu stehen, daraus zu lernen und den verursachten Schaden in angemessener Art und Weise wieder gut zu machen.

… und genau deswegen werden wir dieses Jahr der Veranstaltung fern bleiben.

Wir wünschen allen Mitnominierten dennoch aufrichtig viel Erfolg und Spaß, lasst euch feiern und geniesst die Zeit! Der Preis, der für uns zählt – das sind unsere Fans, die Frei.Wild-Familie, die ehrlich, aufrichtig und loyal hinter uns steht.

Zegga, Philipp, Föhre und Jonas“

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