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Emmure: Erneut Ärger wegen eines T-Shirt-Motives

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Emmure sind keine Band, die sich in der Vergangenheit einen Namen mit besonders geschmackssicheren T-Shirts gemacht hat. Höhepunkt der stilsicheren Frauenverachtung war bisher das pubertäre “Keep calm and ask your girl what my dick tastes like” T-Shirt der Deathcore-Formation. Auch abseits von Emmure zeichnet Frontmann Frankie Palmeri für miserablen Geschmack verantwortlich. Beweissstück A: Das “Shoot First, Ask Questions Later”-Shirt, das neben dem Spruch ein Bild der Columbine-Amokläufer zeigt, die 1999 an der Columbine High School in Littleton 12 Schüler und einen Lehrer ermordeten.

Emmure Shirt mit verletzter Frau

Jetzt fällt die Band erneut mit einem T-Shirt auf, dass anscheinend offensive Frauenverachtung zur Schau trägt. Ein Bonus-Shirt, das im Paket mit dem kommenden Album LOOK AT YOURSELF veröffentlicht wird, zeigt in UV-Licht eine Frau mit blauem Auge, blutiger Lippe und weiterer sichtbarer Zeichen von Misshandlung im Gesicht. Ein Motiv, das, die bisherigen Inhalte von Emmure im Kopf, durchaus als wohlwollender Blick auf häusliche Gewalt gedeutet werden könnte. Ähnlich sehen das einige US-Magazine, die die Band daraufhin ordentlich in die Mangel nahmen.

„Es soll keine häusliche Gewalt unterstützen oder darstellen.”

Tatsächlich reagierte Frankie Palmeri auf einen Artikel bei clrvynt.com und gab dem Magazin gegenüber ein Statement ab in dem es heißt: „LOOK AT YOURSELF handelt von all den Fehlern in meinem Leben und die Dinge, die ich auf die hart Tour herausfinden musste. Es geht um Selbst-Begutachtung und darum, einen intensiven Blick auf mich selbst zu richten und all diese Teile von mir und anderen Leuten offenzulegen. Das Shirt-Design soll häusliche Gewalt auf keine Weise unterstützen oder darstellen. Das Bild war nicht dazu gedacht, eine geschlagene Frau darzustellen, sondern eine Person mit Drogenproblemen. Es sollte eine Person darstellen, die all ihre Probleme in ihrem Leben ignoriert, jemand der in den Spiegel sieht und die Probleme nicht erkennt, die sie wirklich hat. Das war die gesamte Basis des Produktes mit dem Titel „Reflection“” 

Diese Erklärung klingt, wenigstens in Teilen, einigermaßen schlüssig, zumal das Shirt die Verletzungen nur im Sonnenlicht enthüllt. Dennoch: Angesichts der Vorwürfe, der sich die Band und Palmeri ohnehin schon ausgesetzt sehen, ist die Motiv-Wahl einer verletzten Frau mehr als ungünstig – vielleicht wäre ein stilisiertes Porträt des Frontmannes in diesem Zusammenhang deutlich aussagekräftiger gewesen.

Screenshot // Impericon.com

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