Erst vor Kurzem haben Exhorder und Schlagzeuger Sasha Horn in beiderseitigem Einvernehmen ihre Trennung bekanntgegeben. Im dazugehörigen Statement schrieb die Band „Wir wünschen Sasha das Beste auf seiner Reise und danken ihm für die Zeit, seine Beiträge und Opfer, die er all diese Jahre an der Seite von uns gebracht hat. Von uns kommt alles Gute und nichts außer Liebe.“
Auch Horn äußerte höchst wohlwollende Worte: „Ich wünsche den Jungs auf ihrem weiteren Weg alles Gute. Ich selbst bin auf der Suche nach mehr Zeit mit der Familie, nach weiterer Bildung und einem Fokus auf meine eigenen kreativen Vorhaben.“ Zudem sei es kein Abschied, sondern eine Auszeit. Einen dauerhaften Nachfolger für Horn gibt es noch nicht, aber für die anstehende Tournee übernimmt Corey Pierce (God Forbid) den Sitz an den Drums.
In der Schwebe
Nun war Exhorder-Frontmann Kyle Thomas zu Gast bei Metal Horror Madman, wo er darüber sprach, wie es seiner Meinung nach zu Horns Ausstieg gekommen ist. „Es hat sich schon länger angedeutet, aber nach der letzten Tour spitzte es sich endgültig zu.“ Ohnehin glaube er, „Sasha befindet sich seit ein paar Jahren in einer Art Schwebezustand und versucht herauszufinden, wer er ist und was er will. Ich möchte mich nicht zu sehr einmischen, denn das ist seine Geschichte, nicht meine.“
Dann betont er Horns Talent und Können. Doch Kyle Thomas habe schon seit geraumer Zeit das Gefühl, dass der Drummer nicht mehr er selbst sei. „Ich glaube, er ist an einem Punkt angelangt, an dem er bereit ist, zu sich selbst zu finden und sich auf seine Familie zu konzentrieren.“ Thomas könne sich vorstellen, dass Sasha Horn sogar studieren möchte – auf jeden Fall sei für den fast 50-jährigen Vater einer Tochter ein Neustart vonnöten.
„Das finde ich super“, gibt Kyle Thomas an, und erklärt: „Ich habe das auch gemacht, als ich bei Alabama Thunderpussy war. Ich kam pleite von einer fünfwöchigen Tour zurück, auf der ich fast die ganze Zeit eine Mandelentzündung hatte. Meine Kinder waren klein. Sie hatten mich vermisst.“ Also hatte auch er das Tour-Leben für zehn Jahre auf Eis gelegt, bis seine Kinder erwachsen waren. „Familie geht immer vor. Ich unterstütze Sashas Entscheidung voll und ganz“, betont der Musiker schließlich.
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